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"Ist mir wirklich egal" Lohfink will Geldstrafe nicht zahlen

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(Foto: dpa)

Geht Gina-Lisa Lohfink für ihre falsche Vergewaltigungsgeschichte ins Gefängnis? Das Model sagt RTL, sie wolle die verhängten 20.000 Euro nicht akzeptieren und trete lieber eine Haftstrafe an. Möglich ist jedoch auch noch, dass Lohfink in Berufung geht.

Das Model Gina-Lisa Lohfink will die ihr auferlegte Geldstrafe wegen falscher Verdächtigung nicht bezahlen. Sie wisse, dass sie dann ins Gefängnis müsse, sagte sie dem RTL-Magazin "Exclusiv". "Das ist mir aber wirklich in dem Moment egal", sagte sie. Wenn die beiden Männer, die sie der Vergewaltigung bezichtigt hatte, sich darüber freuten, hätten sie sich "zu früh gefreut", ergänzte sie, "weil es mir überhaupt nichts ausmacht".

Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hatte Lohfink zur Zahlung von 20.000 Euro verurteilt, weil es keine Anhaltspunkte dafür erkennen konnte, dass sie, wie sie selbst behauptet, 2012 von den beiden Männern vergewaltigt worden ist. Sie habe bewusst gelogen, sagte die Richterin Anja Ebner. Der Sex sei einvernehmlich gewesen. Lohfink habe allerdings den Männern signalisiert und gesagt, dass sie beim Sex nicht gefilmt werden wollte.

Die 29-jährige Lohfink rief nach der Urteilsverkündung: "Das muss ich mir nicht antun." Sie stürmte aus dem Saal und verließ das Gerichtsgebäude. Ihr Verteidiger Burkhard Benecken kündigte an, mit Lohfink über eine Berufung reden zu wollen. Er bezeichnete das Urteil als einen "Skandal". Lohfink gab bei RTL an, sie glaube, verurteilt worden zu sein, ""weil ich so aussehe, wie ich aussehe".

Im RTL-Interview versuchte Lohfink Widersprüche in ihrer Darstellung aufzulösen. So erklärte sie ein Treffen mit einem der beiden Männer nach der angeblichen Tatnacht damit, dass sich dieser in sie verliebt und sie am Folgetag im Hotel besucht habe. Er habe geweint und gesagt, dass es ihm leid tue. "Ich vertraue da jedem und gebe jedem noch eine zweite Chance, weil ich denke, jeder macht mal Mist", sagte sie.

Quelle: n-tv.de, jog/dpa

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