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Mein Hermes, mein Valentino ... Louise Linton verstört mit Schimpftirade

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Steven Mnuchin und seine Frau Louise Linton.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Eigentlich sind es die Trumps, die uns regelmäßig zum Staunen bringen. Nun sorgt ein anderes Paar aus der Trump-Regierung für Schlagzeilen.

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Sie gehören zu den schillerndsten Paaren der Trump-Regierung: Louise Linton, 36 Jahre alt und eine geschiedene Schauspielerin aus Schottland sowie Steven Mnuchin, 18 Jahre älter, Ex-Investmentbanker bei Goldman Sachs und seit Februar Finanzminister der USA. Sein Privatvermögen wird auf rund 300 Millionen Dollar geschätzt.

Bekanntermaßen kann man aber auch mit viel Geld nicht alles kaufen. Dazu gehören Feingefühl und diplomatisches Verhalten. Diese Eigenschaften scheinen bei der Ex-Schauspielerin nicht besonders ausgeprägt zu sein. Am Montag postete Linton während eines offiziellen Regierungsbesuchs in Fort Knox (US-Bundesstaat Kentucky) ein Foto auf Instagram, das sie und ihren Mann beim Verlassen einer Regierungsflugzeugs zeigt. So weit, so schön. Doch Linton zählte mit fröhlichen Hashtags alle Marken ihres teuren Outfits auf: "Great #daytrip zu #Kentucky!#nicest #people #beautiful #countryside #rolandmouret Hosen #tomford sunnies, #hermesscarf #valentinorockstudheels #valentino #USA"

Diese Angeberei missfiel einer Mutter von drei Kindern, die das Bild mit den Worten kommentierte: "Gut, dass wir für ihren kleinen Ausflug bezahlen konnten. #bedauerlich

Wer zahlt hier mehr Steuern?

Statt sich in Diplomatie zu üben, feuerte Linton eine Schimpftirade ab. "Dachten Sie, das war eine persönliche Reise? Entzückend! Glauben Sie etwa, die US-Regierung zahlt für unsere Flitterwochen oder persönliche Reisen?! Lololol. Haben Sie mehr für die Wirtschaft beigetragen als ich und mein Mann? Als einzelner Erwerbstätiger oder in Selbstaufopferung für Ihr Land? Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir mehr Steuern für unseren "Tagesausflug" zahlen als Sie. Ziemlich sicher, dass die Menge, die wir pro Jahr geben viel mehr ist, als Sie bereit wären, zu opfern.

Linton fügte hinzu: "Danke für den passiven, aggressiven, fiesen Kommentar. Ihre Kinder sind sehr niedlich. Ihr Leben sieht süß aus. Ich weiß, Sie sind verrückt, aber tief unten sind Sie wirklich schön. Wenn Sie aggressive Kommentare senden, wird sich das Leben nicht besser anfühlen. Haben Sie einen schönen Abend. Entspannen Sie sich und schauen eine neue Folge Game of Thrones. Das ist fabelhaft!"

Lintons Buch brachte Kritik

Nicht zum ersten Mal sieht sich Linton heftiger Kritik ausgesetzt. Im vergangenen Jahr veröffentlichte sie ein Buch mit dem Titel "In Congo' Shadow", eine Abhandlung über ihr freiwilliges Jahr in Sambia. Das Buch musste Mnuchins Freundin schon nach kurzer Zeit wieder zurückziehen, denn es gab Proteste, weil darin offensichtlich einiges falsch dargestellt war. Die "Washington Post" warf ihr vor, das Buch habe den typischen überheblichen Ton von "weißen Rettern in Afrika". Linton entschuldigte sich und versprach, alle Einnahmen für wohltätige Projekte zu spenden.

Für ihren aktuellen verbalen Ausfall hat sich Linton noch nicht entschuldigt, stattdessen hat sie ihr Instagram-Profil auf privat gestellt.

Quelle: n-tv.de, dsi

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