Panorama

Nach dem Unglück in Ägypten Luxor erlaubt wieder Ballonfahrten

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Eigentlich sollte der Betrieb schon am Mittwoch starten. Doch ein Streik ließ den Starttermin platzen.

(Foto: dpa)

Fast zwei Monate lang dürfen keine Heißluftballons über Luxor in Ägypten aufsteigen. Der Grund ist der Ballonabsturz vom Februar, bei dem 19 Menschen ums Leben kamen. Nun haben die Behörden das Verbot für Ballonfahrten in dem Touristenort aufgehoben.

Fast zwei Monate nach dem tödlichen Absturz eines Heißluftballons im ägyptischen Touristenort Luxor bieten die Betreiber erstmals wieder Fahrten an. Sechs Ballons starteten in der südlichen Tempelstadt am Nil, wie die Behörden mitteilten. Mit an Bord war auch der Gouverneur der Region Essat Saad. Es seien alle Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit ergriffen worden, sagte der Politiker.

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Eine zerstörte Gondel in der Nähe von Luxor nach dem Absturz eines Heißluftballons am 26. Februar.

(Foto: dpa)

Bei dem Absturz eines Ballons in Luxor am 26. Februar waren 18 Touristen und eine ägyptische Reiseführerin ums Leben gekommen. Der Ballon hatte nach einem Riss im Gasschlauch Feuer gefangen und war schließlich explodiert. Nur ein britischer Tourist und der Ballonführer hatten sich mit einem Sprung aus dem Korb retten können.

Der Ballonführer, der schwere Verbrennungen erlitten hatte, wurde inzwischen wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Wie das ägyptische Nachrichtenportal "Al-Ahram" meldete, wirft ihm der Staatsanwalt vor, er habe den Ballon vor Beginn der Fahrt nicht ausreichend überprüft.

Verbot von Ballonfahrten aufgehoben

Nach dem Unglück war der Betrieb von Heißluftballons vorübergehend eingestellt worden. Das Verbot wurde diese Woche aufgehoben. Am Montag sagte ein Behördensprecher, alle Unternehmen dürften ab Mittwoch wieder Fahrten anbieten - mit Ausnahme der Firma, die den Unglücksballon besessen hatte.

Dazu kam es zunächst aber nicht, weil die Verantwortlichen für die Überwachung dieser Touristenattraktion am Flughafen von Luxor in Streik traten. Flughafenmitarbeiter erklärten, sie wollten damit gegen die Verhaftung des stellvertretenden Flughafendirektors Al-Taher Mahmud al-Taher protestieren, gegen den im Zusammenhang mit einem Ballonunglück ermittelt wird.

Erst am Mittwoch war das Tal der Könige wieder für Touristen geöffnet worden, wie Reiseführer in Luxor berichteten. Die Pharaonengräber waren am Montag abgeriegelt worden, nachdem es dort gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Souvenirhändlern und der Polizei gegeben hatte.

Quelle: ntv.de, hah/dpa