Panorama

Auftritt im Parlament Maddis Eltern vor EU

Die Eltern der in Portugal verschwundenen Madeleine haben Europas Regierungen aufgerufen, rasch ein grenzübergreifendes Alarmsystem für vermisste Kinder aufzubauen. Im Europaparlament in Brüssel sagten Gerry und Kate McCann, ein solches System hätte die Chancen erhöht, ihre Tochter wiederzufinden. Die Eltern erklärten, in den USA gebe es bereits eine ähnliche Einrichtung. "Die Zeit ist der Feind, wenn ein Kind verschwindet", sagte Kate McCann, deren Tochter drei Jahre alt war, als sie im Mai 2007 in einer Ferienanlage an der Algarve verschwand.

Gerry und Kate McCann sind seit vergangenem September selbst Verdächtige in dem Fall. Seitdem ist das Paar aus Rothley in Mittelengland nicht mehr nach Portugal zurückgekehrt.

Schon im vergangenen Oktober hatten die EU-Justiz- und Innenminister unter portugiesischem Vorsitz breite Unterstützung gegeben, neue grenzüberschreitende Maßnahmen bei der Suche nach verschwundenen Kindern zu ergreifen. Der Vorschlag der EU-Kommission muss noch von den 27 Mitgliedstaaten gebilligt werden.

"Bis dieses System nicht eingerichtet ist, müssen andere Kinder und Familien leiden", sagte Gerry McCann. Nach dem Verschwinden von Madeleine hatte die Eltern eine spektakuläre weltweite Medienkampagne gestartet, um ihr Kind wiederzufinden. Die Mutter: "Wir haben weiter Hoffnung." Nach ihren Angaben versicherten amerikanische Experten, dass "es weiter ein gute Chance gibt, dass Madeleine da irgendwo ist".

Fast ein Jahr nach dem Verschwinden ihrer Tochter sollen die Eltern den Tathergang in Portugal rekonstruieren. Nach britischen Medienangaben hatte die portugiesische Polizei eine entsprechende Anfrage gestellt. Solange die Eltern aber noch Verdächtige seien, würden sie nicht zum Jahrestag des Verschwindens zurückkehren, sagte ein Sprecher der Familie.

Quelle: ntv.de

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