Panorama

Ölpest an spanischer Küste Madrid will Reeder verklagen

Nach der Havarie eines Kühlschiffes in der Bucht von Algeciras in Südspanien wollen die Behörden die Reederei wegen Umweltverschmutzung verklagen. Die unter panamaischer Flagge fahrende "Sierra Nava" war unweit von Gibraltar auf Grund gelaufen. Durch ein Leck strömten bis zu 170 Tonnen Öl ins Meer.

Die Regierung der Region Andalusien wies am Mittwoch darauf hin, dass das Unglück sich in einem Gebiet ereignet habe, das ökologisch einem besonderen Schutz unterliege. Ein Sprecher kündigte eine Klage gegen die Verantwortlichen wegen Verstoßes gegen die Umweltgesetze an. Das spanische Verkehrsministerium will die Reederei zudem auf Schadenersatz verklagen.

Die "Sierra Nava" hatte in der Bucht von Algeciras unbeladen vor Anker gelegen, als sie am vergangenen Wochenende bei einem Sturm losgerissen wurde und auf Grund lief. An der Küste wurden Strände auf einer Länge von über einem Kilometer durch Ölreste verunreinigt. Bis Mittwoch trugen Bergungstrupps rund 100 Tonnen verschmutzten Sand ab und säuberten die Hälfte der verunreinigten Strände.

Die Lage sei unter Kontrolle, teilten die Behörden mit. Aus dem Schiff trete kein Öl mehr aus. Techniker einer Bergungsfirma prüften, wie das Schiff wieder flott gemacht werden kann.

Quelle: ntv.de

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