Panorama
Samstag, 10. Mai 2008

"Bis zum Hals im Wasser": Mädchen aus Watt gerettet

Eine Wattwanderung in der Nordsee vor dem niedersächsischen Neuharlingersiel ist für fünf Mädchen glimpflich zu Ende gegangen. Seenotretter hätten die 10- bis 14- Jährigen "in letzter Minute aus ihrer lebensbedrohlichen Gefahr" befreit, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit. "Die Mädchen standen teilweise bis zum Hals im Wasser." Verzweifelt hätten sie sich an einer Fahrwassertonne festgeklammert. Durch starken Muschelbewuchs an der Tonne hätten sie "schlimme Schnittwunden" erlitten. Mit starker Unterkühlung kamen die Mädchen vorsorglich ins Krankenhaus.

Die Urlauberinnen hatten sich in den Mittagsstunden bei auflaufendem Wasser auf den Weg ins Watt gemacht. Als ein Angehöriger am Strand feststellte, dass die Kinder die Küste nicht mehr erreichen konnten, alarmierte er die Polizei. Fünf Minuten nach Eingang der Meldung bei der Seenotleitstelle sei das Rettungsboot "Harlingersiel" zur Unfallstelle ausgelaufen, teilte die DGzRS mit.

Drei der Mädchen wurden direkt über die Bergungspforte des Schiffes an Bord geholt. Die beiden anderen wurden von einem Rettungsmann zu Fuß von einer Sandbank geholt. Die Wassertemperatur der Nordsee lag bei gerade mal elf Grad.

Quelle: n-tv.de