Panorama

Schießerei in Avignon Männer eröffnen Feuer vor Moschee

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Die Täter konnten unerkannt entkommen.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Unbekannte in Avignon feuern in eine Menschenmenge vor einer Moschee. Acht Menschen werden verletzt. Die Polizei geht nicht von einem islamistischen Hintergrund aus, vielmehr soll es sich um organisierte Kriminalität handeln.

Bei einer Schießerei vor einer Moschee in der südostfranzösischen Stadt Avignon sind acht Menschen verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft schloss einen terroristischen Hintergrund der Tat aus. Nach ersten Zeugenberichten feuerten mindestens zwei Männer die Schüsse ab, unter anderem mit einer Schrotflinte.

Die Schützen waren gegen 22.30 Uhr vor der Moschee aus einem Auto gestiegen. Es soll sich dabei um vier vermummte Männer gehandelt haben. Keines der Opfer, unter ihnen ein siebenjähriges Mädchen, sei lebensgefährlich verletzt worden, hieß es weiter. Die Menschen vor der Moschee gerieten in Panik, als die Schüsse fielen. Die Täter konnten fliehen. Nach Angaben eines Mitarbeiters der Stadt handelte es sich um ein Streit zwischen Banden.

Erst am Freitag hatte im Pariser Vorort Créteil ein Mann versucht, mit seinem Auto die Sicherheitsabsperrungen vor einer Moschee zu durchbrechen. Die Polizei nahm den Mann später in seinem Wohnhaus fest. Laut Staatsanwaltschaft leidet der Angreifer unter Schizophrenie.

In Frankreich sind seit Anfang 2015 bei einer beispiellosen Anschlagsserie 239 Menschen getötet worden. Die Anschlagsgefahr gilt nach wie vor als sehr hoch. Zuletzt attackierte ein Islamist auf den Pariser Champs-Elysées Polizisten. Der Angreifer starb, sonst kam niemand zu Schaden.

Quelle: n-tv.de, lou/AFP

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