Panorama

Auto versinkt im Fluss Mann rettet Frau statt Sohn

Der Wagen versinkt in den Fluten, die eigene Frau und der Sohn im Innern – und keine Zeit für die Rettung beider. Ein Familienvater in Neuseeland hat eine furchtbare Entscheidung treffen müssen. Seine Frau zog er aus dem Wasser, für den 13-jährigen Sohn war es zu spät.

Stacy Horton entschied sich, seine Frau aus dem Fluss zu ziehen, die sich bereits aus dem Wagen befreit hatte, sagte er im Fernsehen. Seinem Sohn, der in dem Wagen in einer Tiefe von viereinhalb Metern im Fluss feststeckte, konnte er nicht mehr helfen. "Ich habe versucht, zu ihm zu tauchen und ihn rauszuholen", sagte Horton. "Aber ich konnte das Auto nicht erreichen, daher habe ich meine Frau Vanessa in Sicherheit gebracht."

Das Unglück ereignete sich am Samstagabend in Wanganui an der Westküste der Nordinsel Neuseelands. Das Auto war nahe des Hauses der Familie einen Abhang heruntergerutscht und von zehn Meter hohen Klippen in einen Fluss gefallen. Ein Freund des Sohnes konnte sich aus dem sinkenden Wagen befreien und den Vater alarmieren. "Ich konnte meine Frau im Wasser schreien hören", berichtete Stacy Horton. Mit einer Taschenlampe sei er ins Wasser gesprungen und habe noch versucht, das Auto zu erreichen, sich aber dann entschieden, seine Frau zu retten. Nachdem er sie an Land gebracht hatte, habe er noch die Rückleuchten des Wagens gesehen und akzeptieren müssen, dass er nichts mehr für seinen Sohn tun könne.

"Ich hatte Angst, dass auch ich sterben könnte, wenn ich zu dem Auto tauche", sagte Horton. "Dann hätte es meine Frau auch nicht geschafft, und meine beiden Töchter wären ganz allein geblieben." Auch ein Polizist scheiterte bei dem Versuch, den Wagen zu erreichen. "Das war ein unglaublich traumatischer Unfall für alle Beteiligten", sagte Polizist Andrew McDonald.

Quelle: ntv.de, AFP