Panorama

Krankheit nach München importiert Mann stirbt an Coronavirus

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Der Coronavirus ist besonders für geschwächte Menschen gefährlich.

(Foto: picture alliance / dpa)

Erstmals wurde der Coronavirus im vergangenen Sommer nachgewiesen. Jetzt stirbt ein Patient in einem Münchner Klinikum an der Erkrankung. Es ist nicht der erste Todesfall dieser Art.

Ein mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Patient ist in einer Klinik in München gestorben. Der 73-Jährige, der aus dem arabischen Raum stammte, erlag einem Kreislaufschock, teilte das Städtische Klinikum München mit. Der Mann hatte erhebliche Vorerkrankungen.

Der Patient hatte sich laut Robert-Koch-Institut (RKI) wahrscheinlich in den Vereinigten Arabischen Emiraten infiziert und war vor einer Woche in die deutsche Klinik verlegt worden. Laut RKI besteht kein erhöhtes Risiko für Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung.

Weltweit sind den Angaben zufolge bislang 17 Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Virus bekannt geworden; neun der Patienten starben. Bei dem in München gestorbenen Mann handelte es sich um den zweiten nach Deutschland importierten Erkrankungsfall. Bereits im vergangenen Oktober war ein Patient aus dem arabischen Raum zur Behandlung nach Deutschland verlegt worden. Er ist inzwischen wieder gesund.

Das neuartige Coronavirus war erstmals im vergangenen Sommer nachgewiesen worden. Die Erkrankung geht mit einer schweren Lungenentzündung einher und kann auf andere Organe übergehen. Insbesondere bei geschwächten Menschen oder Patienten mit Vorerkrankungen kann sie einen schweren Verlauf nehmen.

WHO warnt vor Ausbreitung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte vor kurzem vor der Ausbreitung des SARS-ähnlichen Virus. Patienten mit unerklärbaren Lungenentzündungen oder mit komplizierten Atemwegserkrankungen, die nicht auf Medikamente reagierten, sollten auf das Coronavirus untersucht werden.

Coronaviren werden für die meisten Erkältungen verantwortlich gemacht. Sie können aber auch die schwere Lungenkrankheit SARS verursachen. Bei einer SARS-Epidemie waren im Jahr 2003 weltweit rund 8000 Menschen infiziert worden, etwa 800 von ihnen starben.

Quelle: ntv.de, AFP