Panorama
Die Flüchtlinge waren mit Schlauchbooten ähnlich wie diesem unterwegs.
Die Flüchtlinge waren mit Schlauchbooten ähnlich wie diesem unterwegs.(Foto: REUTERS)
Dienstag, 10. Dezember 2013

In Schlauchbooten vor italienischer Küste aufgegriffen: Marine rettet 1200 Bootsflüchtlinge

Die italienische Marine und Küstenwache haben südlich von Lampedusa innerhalb weniger Stunden mehr als 1200 Migranten gerettet. Die Menschen waren auf sechs kaum seetüchtigen Schlauch- und Holzbooten unterwegs, teilte die Marine mit. Das Wetter im Mittelmeerraum hat sich in den vergangenen Tagen verbessert. Deshalb gehen die Behörden davon aus, dass viele Migranten aus Afrika die ruhige See für eine Überfahrt nutzen.

274 Flüchtlinge wurden mit zwei Motorbooten zur Insel Lampedusa südlich von Italien gebracht, zwei weitere Schiffe der Marine mit 392 und 566 Menschen an Bord machten sich auf den Weg nach Sizilien. Dort sollen sie am Mittwoch ankommen. Unter den Geretteten sind auch 65 Kinder. Die insgesamt 1233 Migranten kommen nach Angaben der Marine aus verschiedenen Ländern, darunter Eritrea, Syrien, Ägypten und Nigeria.

Italien hat nach der Schiffskatastrophe mit mehr als 360 Toten vor Lampedusa Anfang Oktober den Schutz im Mittelmeer verstärkt. Nach Angaben der Marine wurden durch die Aktion "Sicheres Meer" bislang etwa 5000 Flüchtlinge gerettet. Insgesamt sind in diesem Jahr bereits mehr 37.000 Migranten an den italienischen Küsten angekommen. Normalerweise reißt der Flüchtlingsstrom im Winter ab, doch in den vergangenen Tagen wurden immer wieder Boote in Seenot entdeckt.

Quelle: n-tv.de