Panorama

Bei den nächsten Verwandten Menschenarzt behandelt Gorilla

gana.jpg

Claudia auf Ganas Arm.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Aus Sorge um die kränkelnde Gorilla-Mama "Gana" bittet der Zoo Münster erneut Humanmediziner des Universitätsklinikums um Hilfe.

Die 12-jährige "Gana" habe über Tagen unter Erbrechen, Appetitlosigkeit und Schwäche gelitten, wie der Allwetterzoo mitteilte. Der Zustand drohte mehr und mehr auch zur Gefahr für ihre kleine fünf Monate alte Tochter "Claudia" zu werden.

Am Montag dann sei das Flachlandgorilla-Weibchen während einer dreistündigen Narkose von einem Expertenteam der Uniklinik untersucht worden. Fazit nach Ultraschall, Endoskopie und Röntgen: "Akute Unterfunktion des gesamten Verdauungsapparates", die nun mit Medikamenten behandelt werde.

Um Nachwuchs "Claudia" kümmerte sich in der Zeit die zweite Gorilla-Mutter "Changa". Noch während der Aufwachphase wurde das Gorilla-Baby wieder auf Mamas Bauch gelegt.

Die eigentlich auf menschliche Leiden spezialisierten Uniklinik-Ärzte aus Münster kümmerten sich in der Vergangenheit bereits häufiger um Bewohner des Affenhauses: Mal behandelten Chirurgen ein verletztes Gorillababy. 2007 dann hatten Ärzte das von der Mutter vernachlässigte Affenbaby "Mary Zoo" vorübergehend auf der Kinder-Intensivstation behandelt.

Quelle: n-tv.de, dpa

Mehr zum Thema