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Der polnische Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak möchte die beiden Hobbyforscher bei der Suche nach dem angeblichen Nazi-Zug unterstützen.
Der polnische Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak möchte die beiden Hobbyforscher bei der Suche nach dem angeblichen Nazi-Zug unterstützen.(Foto: picture alliance / dpa)
Dienstag, 01. September 2015

Experten nutzen Bodenradar: Militär soll nach dem Nazi-Zug suchen

Die Hobbyforscher, die in Polen nach einem Nazi-Zug graben, bekommen professionelle Hilfe. Das Verteidigungsministerium schickt Experten in die Region, um nach dem Zug zu suchen.

Der polnische Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak hat Hilfe bei der Suche nach einem in Niederschlesien vermuteten deutschen Panzerzug zugesagt. Der Zug soll aus dem Zweiten Weltkrieg stammen. Ministeriumssprecher Jacek Sonta berichtete über Twitter, der Minister habe genehmigt, dass Militärexperten das Gelände um die Stadt Walbrzych untersuchen.

Zwei bisher unbekannte Männer, ein Pole und ein Deutscher, hatten vor zwei Wochen den Fund in einem unterirdischen Tunnel gemeldet. Seitdem erhitzen Spekulationen über einen Zug mit Raubgold der Nationalsozialisten die Gemüter. Der Leiter der Bezirksregierung in Breslau (Wroclaw) hatte wegen der fehlenden handfesten Beweise um Hilfe des Militärs gebeten.

Mit Bodenradaren, wie sie auch bei der Suche nach Minen eingesetzt werden, soll die mutmaßliche Fundstelle an der Bahnstrecke zwischen Breslau und Walbrzych untersucht werden. Experten wollen sich in den kommenden Tagen einen ersten Eindruck von dem Gelände verschaffen und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.

Auch wenn die Existenz des Zuges von manchen Behörden noch angezweifelt wird, sagte Cezary Przybylski, der Chef der niederschlesischen Bezirksverwaltung, in einem örtlichen Rundfunksender: „Der Zug sollte auf jeden Fall in Niederschlesien bleiben.“

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Quelle: n-tv.de