Panorama

Seelsorge bei Kranken Mixa berät den Papst

Der frühere Bischof Walter Mixa genießt weiter das Vertrauen des Papstes. Der Heilige Vater lässt sich von dem umstrittenen Geistlichen ab sofort beraten. Und zwar als Spezialist für die Seelsorge bei Kranken.

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Walter Mixa

(Foto: dpa)

Papst Benedikt XVI. hat dem umstrittenen früheren Bischof von Augsburg, Walter Mixa, einen Beraterposten des Vatikans anvertraut. Mixa wird zum Mitglied des Päpstlichen Rates für die Seelsorge im Krankendienst ernannt. Der von Benedikts Vorgänger Johannes Paul II. geschaffene Rat gibt Empfehlungen für die Kranken-Seelsorge und die Arbeit der weltweit im Gesundheitswesen tätigen katholischen Einrichtungen ab.

Gegen Mixa waren 2010 Vorwürfe der Misshandlung und Veruntreuung lautgeworfen. Daraufhin hatte der Bischof dem Papst im April 2010 seinen Rücktritt auch als Militärbischof der Bundeswehr angeboten, dieses Angebot aber später wieder zurückgezogen. Benedikt nahm es trotzdem an. Erste Ermittlungen gegen Mixa wegen sexuellen Missbrauchs wurden eingestellt.

Mixa wohnt inzwischen in Gunzenheim im Bistum Eichstätt, wo er vor seiner Berufung nach Augsburg als Bischof tätig war. Wie das Bischöfliches Ordinariat in Eichstätt berichtete, wird der 70-Jährige in dem Päpstlichen Rat seine pastoralen Erfahrungen, unter anderem auch als Begleiter von Krankenpilgerreisen nach Lourdes, einbringen. Dazu muss er nicht unbedingt in Rom leben.

Quelle: n-tv.de, dpa

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