Panorama

Prüfung aller Optionen Möglicherweise kein Prozess gegen Arzberger

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Arzberger sitzt in New York fest.

(Foto: dpa)

Noch immer wartet der deutsche Geiger Stefan Arzberger darauf, wie die US-Justiz in seinem Fall entscheidet. Zwischen den Anhörungen vergehen Wochen. Einen Prozess gibt es vielleicht gar nicht erst.

Der in New York wegen eines mutmaßlichen Mordversuchs festgenommene Geiger Stefan Arzberger aus Leipzig kann einem Gerichtsprozess in den USA möglicherweise entkommen. "Es besteht eine Chance, dass es keinen Prozess geben wird", sagte sein Anwalt Nicholas Kaizer.

In den laufenden Verhandlungen ziehe die Staatsanwaltschaft "alle Optionen" in Betracht, ein konkretes Angebot für eine mögliche Einigung gebe es derzeit aber nicht. Kaizer zeigte sich vorsichtig optimistisch. Die nächste Gerichtsanhörung ist für den 31. Mai angesetzt.

Der ehemalige Geiger vom Leipziger Streichquartett wurde während einer Tournee in der Millionenmetropole im März 2015 festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, eine 64-jährige Amerikanerin fast zu Tode gewürgt zu haben. Arzberger hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Seinem Anwalt zufolge wurde er von einer Unbekannten unter Drogen gesetzt und ausgeraubt, er habe dann "in einem unbewussten Zustand" einen anderen Hotelgast angegriffen.

Nach 30 Stunden im Gefängnis kam er auf freien Fuß - gegen 100.000 Dollar Kaution. Er darf die USA seit mehr als einem Jahr nicht verlassen, sein Instrument musste er verkaufen. Bei einer Online-Aktion kamen bisher mehr als 50.000 Dollar Spenden zusammen, um Gerichts- und Anwaltskosten zu decken. Arzberger selbst kann in den USA nicht arbeiten.

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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