Panorama

Viele Tote und Verletzte in Glasgow Müllwagen rast in Menschenmenge

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Mit vereinten Kräften versuchen Rettungskräfte, Tote und Verletzte zu bergen.

(Foto: AP)

Mitten im Weihnachtstrubel erschüttert ein tragischer Unfall das schottische Glasgow. Ein Müllauto rast ungebremst in eine Menschengruppe - mehrere Opfer werden überfahren. Ermittler gehen nicht von einem gezielten Anschlag aus.

Ein Mülllaster ist im schottischen Glasgow in eine Gruppe Fußgänger gefahren und hat sechs Menschen getötet. Das Unglück ereignete sich mitten im vorweihnachtlichen Einkaufstrubel in der Innenstadt. Drei Tage vor Weihnachten fuhr das Fahrzeug auf dem belebten George-Platz in eine Menschengruppe vor einem Museum und kam erst rund 300 Meter weiter in einem Hotel zum stehen.

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Die Polizei glaubt nicht an eine böswillige Tat.

(Foto: AP)

Zahlreiche Rettungswagen fuhren zum Ort der Tragödie, um die Verletzten zu versorgen. Auch der Fahrer des Müllwagens wurde laut Polizei ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei bestätigte, es habe mindestens sechs Tote gegeben. Nach Augenzeugenberichten soll es darüber hinaus mehrere Verletzte gegeben haben.

"Der Müllwagen geriet außer Kontrolle und fuhr den Bürgersteig entlang", sagte eine Augenzeugin dem Fernsehsender Sky News. Die Menschen hätten versucht, sich vor dem Fahrzeug zu retten, manchen sei dies aber nicht gelungen. "Es war einfach entsetzlich", sagte die Frau.

Polizei schließt Attentat aus

Die Ursache für den Vorfall war zunächst unklar. Die Polizei ging aber nicht von einem Anschlag, sondern von einem Verkehrsunfall aus. "Wir haben keinen Grund, an etwas Boshaftes zu glauben", sagte ein Polizeisprecher. Dennoch wurden alle Straßen in der Gegend vorsichtshalber hermetisch abgeriegelt.

Der Sender Five Live berichtete unter Berufung auf Anwohner, der Fahrer des Müllfahrzeuges habe eine Herzattacke erlitten. Nach BBC-Informationen soll der Fahrer über dem Lenkrad zusammengebrochen sein, als der Lastwagen gegen eine Wand neben einem Hotel am Glasgower St.-George-Square prallte.

Der britische Premierminister David Cameron sprach den Hinterbliebenen der Todesopfer umgehend sein Mitgefühl aus. "Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und bei den Rettungskräften", teilte er über Twitter mit. Ein Augenzeuge erklärte im Nachrichtensender BBC News: "Der Lastwagen fuhr auf den Bürgersteig und nahm alles mit, was im Wege war." Ein anderer Passant erklärte: "Die Leute liegen auf dem Bürgersteig und kämpfen um ihr Leben."

Quelle: n-tv.de, lsc/dpa/AFP

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