Panorama

Überleben im Rettungskeller Munitionsdepot explodiert

Bei einer Explosionsserie in einem Munitionsdepot außerhalb der zentralrussischen Stadt Uljanowsk sind zwei Soldaten getötet worden.

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(Foto: REUTERS)

Etwa 40 Arbeiter, die zunächst als vermisst galten, hätten lebend von Rettungskräften aus einem Schutzkeller geborgen werden können, sagte der Sprecher der Gebietsverwaltung, Sergej Dawydow, nach Angaben der Agentur Interfax am Abend. Der Gouverneur Sergej Morosow hatte zuvor gesagt, für die Vermissten bestünde kaum mehr Hoffnung. Es würden aber nach Ausbruch des Feuers am Mittag immer noch Menschen vermisst, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Die genaue Zahl sei unklar.

Turmhohe Flammen loderten Augenzeugen zufolge über dem Depot, das auf einem freien Feld steht. An dem Militärstützpunkt der russischen Marine waren über Stunden schwere Explosionen zu hören. Die genaue Ursache des Feuers war zunächst unklar. Die Verwaltung sprach von einem Unfall und schloss einen Anschlag aus. In dem Depot würden aber keine chemischen Waffen gelagert, sagte ein Behördensprecher. Etwa 20 Menschen erlitten Brandverletzungen oder wurden durch herumfliegende Splitter verwundet. Die Behörden hätten außerdem am Nachmittag etwa 3000 Anwohner aus der unmittelbaren Umgebung in Sicherheit gebracht.

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(Foto: REUTERS)

Der Unglücksort wurde auf sieben Kilometer Entfernung abgeriegelt. Die Staatsbahn stellte den Regionalverkehr vorerst ein. Zeitweise waren 15 Löschzüge sowie 68 Einheiten mit schwerer Technik und mehr als 200 Mitarbeiter der Rettungskräfte vor Ort. Der Oberbefehlshaber der Marine, Admiral Wladimir Wyssozki, wurde noch am Abend vor Ort erwartet. Kremlchef Dmitri Medwedew und Regierungschef Wladimir Putin ließen sich laufend über die Rettungsarbeiten informieren.

Quelle: n-tv.de, dpa/AFP