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Dienstag, 31. Oktober 2017

Er ist 80, sie 98: Mutter zieht zu ihrem Sohn ins Altersheim

Wahre Mutterliebe: In Großbritannien zieht eine 98-jährige Frau zu ihrem Sohn ins Altersheim. Der Grund ist aber nicht ihr hohes Alter, sondern die Fürsorge für ihren mittlerweile 80 Jahre alten Erstgeborenen.

Mutter ist man für immer. Um sich besser um ihren Sohn Tom kümmern zu können, ist die 98-jährige Britin Ada Keating zu dem inzwischen 80-Jährigen ins Altersheim gezogen. Wie die Zeitung "Liverpool Echo" berichtete, lebt der Sohn seit 2016 im "Moss View"-Heim, weil er Pflege und Unterstützung brauchte. Ein Jahr später zog seine rüstige Mutter hinterher.

In dem rührenden Video sieht man den herzerwärmenden Umgang der beiden Alten miteinander. Die 98-jährige Ada ist dabei die deutlich aufgewecktere. Sie hätten ein besonders enges Verhältnis, weil er nie geheiratet und immer bei ihr gelebt habe. Als "unzertrennlich" beschreiben Mitarbeiter des Altersheims das Mutter-Sohn-Gespann. Ada war selbst Krankenschwester und hilft somit bei der Pflege von Tom aus.

"Man hört nie auf, Mutter zu sein"

"Ich wünsche Tom jeden Abend in seinem Zimmer eine gute Nacht und ich komme und sage guten Morgen", erzählt die 98-Jährige. "Ich sage ihm, dass er zum Frühstück runterkommen soll." Sie spielen Gesellschaftsspiele oder schauen eine Seifenoper im Fernsehen. Wenn sie vom Friseur zurückkomme, empfange er sie mit einer Umarmung. "Man hört nie auf, Mutter zu sein", betont die alte Dame.

Auch Tom freut sich sehr über seine Mitbewohnerin. "Sie sind hier sehr gut zu mir und jetzt bin ich umso glücklicher, dass meine Mutter auch hier leben kann", berichtet er. Mit einem Schmunzeln fügt er hinzu: "Sie kümmert sich hervorragend um mich. Manchmal ermahnt sie mich aber auch: Benimm dich!"

Es wäre sehr rührend mitzuerleben, was für eine enge Beziehung Tom und Ada pflegen, sagt Philip Daniels, der Leiter des "Moss View". "Es ist so selten, dass Mütter und deren Kinder in derselben Pflegeeinrichtung wohnen. Wir wollen ihnen die gemeinsame Zeit so schön und besonders wie möglich machen."

Quelle: n-tv.de