Panorama

Kunstaktion für Rettung des Salzsees Nackte posieren am Toten Meer

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Die Kunstinstallation fand am Westufer des Sees statt.

(Foto: Spencer Tunick/dpa)

Das Tote Meer trocknet immer mehr aus. Ein US-Fotograf fürchtet, dass es irgendwann ganz verschwindet. Mit einer ungewöhnlichen Aktion will er die israelische Regierung dazu bringen, etwas gegen das Verschwinden des Wassers zu unternehmen.

Nackte Männer und Frauen stecken bis zu den Hüften im Sand am Toten Meer: Der US-Fotograf Spencer Tunick hat 15 Freiwillige aufgenommen, um auf das Verschwinden des salzhaltigsten Sees der Welt zwischen Israel, Westjordanland und Jordanien aufmerksam zu machen. "Die Zukunft des Toten Meeres ist mir sehr wichtig", sagte der Fotograf. "Ich bin vor Ort gewesen, und wie Ihr alle sehen könnt, es ist ein Desaster." Er fordere Israels Regierung auf, zu reagieren.

Der Wasserstand des Toten Meeres sinkt seit Jahren. Am Ufer sackt stellenweise der Boden ab, Senklöcher entstehen. Der abflussfreie See wird vom Jordan gespeist und liegt mehr als 400 Meter unter dem Meeresspiegel. Durch Verdunstung und weil immer mehr Wasser aus dem Jordan entnommen wird, sinkt der Wasserspiegel des Sees kontinuierlich.

Bereits vor fünf Jahren hatte Tunick 1200 Menschen für eine Fotoinstallation ans Tote Meer geholt. Später badete er aus Protest selbst nackt in dem See. Tunick fotografierte die Nackten am Toten Meer dieses Mal allerdings unter Geheimhaltung. Die Behörden seien nicht angetan gewesen von seinen neuen Plänen, sagte er laut der Nachrichtenseite "Ynetnews". Sie wollten vor allem nicht Touristen auf die Probleme aufmerksam machen.

Mit seinen Aktionen mit nackten Menschenmassen, die er "Körperlandschaften" oder "soziale Plastiken" nennt, ist Tunick schon um die ganze Welt gezogen. So fotografierte er beispielsweise in Mexiko-Stadt eine Menschenmenge mit 18.000 Freiwilligen.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa

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