Panorama

"Allah hat mich sichtbar geschaffen" Nackter Protest gegen Ikea

2012-10-24T175913Z_01_MMM102_RTRMDNP_3_GERMANY.JPG3232454352833484520.jpg

"Ihr könnt uns aus dem Katalog wegschaffen, aber ihr schafft uns nicht aus der Realität", stand auf den Transparenten.

REUTERS

In Saudi-Arabien gelten unverschleierte Frauen in der Öffentlichkeit als unsittlich. Der Ikea-Konzern beugt sich dem gesellschaftlichen Druck und zeigt in der arabischen Ausgabe seines Katalogs keine Frauen. In Hamburg zeigen Aktivistinnen darum besonders viel von sich.

In einer Filiale des schwedischen Möbelriesen Ikea in Hamburg haben Aktivistinnen "oben ohne" für Frauenrechte protestiert. Die Mitglieder der aus der Ukraine stammenden Gruppe Femen wandten sich mit entblößten und in den deutschen Farben bemalten Brüsten gegen das Verhalten von Ikea in Saudi-Arabien. Ikea zensiert Frauen für Saudis Ikea überprüft nach eigenen Angaben von Anfang Oktober den Fall.

"Allah hat mich sichtbar geschaffen" und "Ihr könnt uns aus dem Katalog wegschaffen, aber ihr schafft uns nicht aus der Realität", stand auf den Transparenten, welche die Aktivistinnen in der Sitzmöbel-Abteilung in die Höhe hielten. Die Femen-Bewegung stammt ursprünglich aus der Ukraine. Die Organisation prangert Prostitution, Sextourismus und die sexuelle Belästigung von Frauen an.

Saudi-Arabien hat eine äußerst strenge Geschlechtertrennung. Das ultrakonservative Königreich ist das einzige Land der Welt, in dem Frauen das Autofahren verboten ist. Frauen brauchen die Erlaubnis eines männlichen Aufpassers, bevor sie medizinische Hilfe in Anspruch nehmen oder reisen dürfen.

Quelle: n-tv.de, AFP

Mehr zum Thema