Panorama

Eine Stadt im Ausnahmezustand Neonazi-Marsch in Toledo

Ein geplanter Neonazi-Marsch gegen "schwarze Kriminalität" hat in Toledo im US-Bundesstaat Ohio schwere Krawalle ausgelöst. Wie Polizeichef Mike Navarre mitteilte, wurden mehrere Dutzend Personen festgenommen. Polizisten und Feuerwehrmänner erlitten leichtere Verletzungen. Bürgermeister Jack Ford verhängte den Ausnahmezustand und ein Ausgangsverbot, das ab 20.00 Uhr Ortszeit für mindestens zwei Tage gelten sollte, schrieb die Zeitung "Toledo Blad".

Die Polizei, die von den etwa 500 Gegendemonstranten mit Steinen und Flaschen beworfen wurde, setzte Tränengas ein. Mindestens 150 Polizisten waren im Einsatz. Die Auseinandersetzungen dauerten mehrere Stunden.

Gegendemonstranten hatten die Polizei mit Steinen beworfen sowie Autos und Geschäfte demoliert. Mitglieder der rassistischen Nationalsozialistischen Bewegung hatten sich in einem Park versammelt. Die Polizei hatte den Marsch jedoch untersagt, als Gegendemonstranten die Neonazis mit Gegenständen bewarfen.

Bürgermeister Ford machte Mitglieder krimineller Gruppen für die Gewalt verantwortlich. Luftaufnahmen zeigten, wie mehrere Gebäude demoliert und eine Bar in einem zweistöckigen Haus angezündet wurden. Die Neonazi-Gruppe wollte gegen schwarze Gangs protestieren, die ihrer Meinung nach Weiße belästigten.

Quelle: ntv.de