Panorama
Mehr als sieben Wochen nach Verschwinden des Fluges MH370 wird die Suche nach dem Wrack nur noch unter Wasser fortgesetzt.
Mehr als sieben Wochen nach Verschwinden des Fluges MH370 wird die Suche nach dem Wrack nur noch unter Wasser fortgesetzt.(Foto: REUTERS)
Dienstag, 29. April 2014

Mysteriöses Rätsel um Flug MH370: Neue heiße Spur im Golf von Bengalen?

Gerade erst zog Australien sein Militär von der Suche ab - da gibt es neue Hoffnung. Ein australisches Unternehmen, dass auf eigene Faust gesucht hat, will das Wrack geortet haben. Das behauptete Fundgebiet liegt Tausende Kilometer entfernt vom Suchgebiet.

Das behauptete Fundgebiet liegt im Golf von Bengalen - 5000 Kilometer entfernt vom Suchgebiet der australischen Behörden.
Das behauptete Fundgebiet liegt im Golf von Bengalen - 5000 Kilometer entfernt vom Suchgebiet der australischen Behörden.

Gerade hat Australien die Hoffnung aufgegeben, das Wrack des verschollenen Malaysia-Airlines-Flugs MH370 in Kürze und in einem klar umrissenen Gebiet zu finden. Doch nun scheint es doch wieder eine neue heiße Spur zu geben. Die Regierung in Kuala Lumpur geht einem neuen Hinweis nach. Medienberichten zufolge, will eine australische Firma das Wrack der Maschine im Golf von Bengalen geortet haben.

Bei dem Unternehmen handelt es sich um die die australische Firma GeoResonance, die sich auf geophysikalische Erkundungen spezialisiert hat, beispielsweise bei der Suche nach Rohstoffvorkommen. Das Unternehmen habe im Golf von Bengalen auf eigene Faust gesucht und dabei mögliche Spuren des verschollenen Flugzeugs entdeckt, berichtete der australische TV-Sender "7 News".

"Wrack eines Verkehrsflugzeugs"

Demnach suchte GeoResonance eine Fläche von zwei Millionen Quadratkilometern ab und zog dazu Satellitenbilder und Luftbilder heran. Die wissenschaftliche Auswertung habe ein Verdachtsgebiet ergeben, in dem bereits Spuren gesichert worden seien, heißt es. "Wir glauben, dass es sich um das Wrack eines Verkehrsflugzeugs handelt", zitierte "7 News" einen Mitarbeiter von GeoResonance. Man habe chemische Elemente wie Aluminium, Titan, Kupfer, Stahllegierungen und andere Materialien identifiziert, die auch im Flugzeugbau etwa bei der Boeing 777 verwendet würden. Zudem wurde ein unscharfes Unterwasser-Sonarbild eines Trümmerfeldes veröffentlicht.

Man habe den entsprechenden Bericht zur Kenntnis genommen, sagte der malaysische Verkehrsminister Hishamuddin Hussein. "Auch China und Australien kennen den Report", sagte er. Das behauptete Fundgebiet liegt 5000 Kilometer entfernt vom Suchgebiet der australischen Behörden. Diese beendeten alle Suchflüge mit Wochenbeginn. Es bestehe keine Hoffnung mehr, schwimmende Trümmer aufzuspüren. Die Unterwassersuche wird aber fortgesetzt. Die Boeing 777 mit 239 Menschen an Bord war am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Trotz wochenlanger Suche gibt es bisher keine Hinweise auf das Wrack.

Quelle: n-tv.de