Panorama

Visionen für New Orleans Neues Spielerparadies

New Orleans soll nach den Vorstellungen von Bürgermeister Ray Nagin als Kasinostadt wie Las Vegas wieder auferstehen. Nagin schlug am Freitag einen Kasino-Bezirk in der Innenstadt vor. "Wir brauchen jetzt kühne Ideen", sagte er. "Das ist eine riesige Chance, Wachstum anzuheizen." Kasinos würden die Touristen anziehen, die schon früher eine der Haupteinnahmequellen der Stadt waren.

New Orleans war nach dem Hurrikan "Katrina" Ende August überflutet und weitgehend zerstört worden. Die meisten der fast 500.000 Einwohner flohen. Die Hälfte der 6.000 Stadtangestellten muss entlassen werden, weil die Steuereinnahmen weggebrochen sind und kein Geld für ihre Bezahlung da ist.

Nach Nagins Vorstellungen sollen Hotels mit mehr als 500 Zimmern entlang der Canal Street Kasino-Lizenzen erhalten. Das wären zur Zeit sechs oder sieben. Bislang gab es ein Kasino in der Stadt und drei in der Nähe auf Mississippi-Dampfern. Die Einnahmen würden zwischen der Stadt und dem Bundesstaat Louisiana geteilt. Die staatlichen Behörden müssten dem Kasino-Projekt allerdings noch zustimmen. Gouverneurin Kathleen Blanco sei nicht völlig abgeneigt gewesen, als er ihr die Idee unterbreitete, sagte Nagin.

Der Bürgermeister will mit den Kasinos im benachbarten Mississippi konkurrieren. Dort wurden durch den Hurrikan 13 schwimmende Spielerstätten zerstört, die wieder aufgebaut werden sollen. Dort waren 28.000 Menschen beschäftigt und der Staat nahm nach Schätzungen 500.000 Dollar Steuern am Tag ein.

New Orleans sei dem 100 Jahre alten Spielerparadies Las Vegas in Nevada bei weitem überlegen, meint Nagin. "Las Vegas hat Kasinos, New Orleans hat so viel mehr zu bieten."

Quelle: ntv.de