Panorama

Blizzard wütet nun in Kanada New York vom Schnee gelähmt

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Auch am Times Square häufen sich die Schneeberge.

(Foto: REUTERS)

Der heftige Schneesturm verlässt die Ostküste der USA und zieht nach Kanada weiter. New York und angrenzende Regionen liegen aber noch immer unter einer massiven Schneedecke. Der Verkehr normalisiert sich nur langsam wieder. New Yorks Bürgermeister spricht von einem "Sturm für die Geschichtsbücher".

Nach einem der heftigsten Schneestürme seit Jahrzehnten entspannt sich die Situation in New York erst langsam wieder. Auf den Flughäfen landeten wieder die ersten Flugzeuge. Überlandbusse und Bahnen sollen von heute an wieder fahren. Von einer Normalisierung kann aber noch keine Rede sein. Flug- und Fahrpläne sind abgespeckt, in der Stadt bremsen meterhohe Schneewände das tägliche Leben. Auch andere Städte an der Ostküste wie Philadelphia und Boston sind nach dem Blizzard noch wie gelähmt.

Vor den New Yorker Flughäfen waren bereits die Airports von Philadelphia und Boston wieder geöffnet worden. Allerdings kam es noch zu erheblichen Verspätungen. Wegen des heftigen Schneefalls mitten im Weihnachts-Reiseverkehr waren im Nordosten der USA ingesamt mindestens 2000 Flüge abgesagt worden.

Wind macht alles schlimmer

Im benachbarten New Jersey wurden 80 Zentimeter Schnee gemessen, im Central Park in Manhattan war es noch ein halber Meter. Das sei der heftigste Schneefall in einem Dezember seit 1948, berichtete die Finanzagentur Bloomberg. Laut "New York Times" wurde in der Stadt bisher nur fünf Mal mehr Schnee registriert. Die Zeitung sprach von einer "apokalyptischen Stille" in der sonst so geschäftigen Stadt.

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So viel Schnee gibt es selten in New York.

(Foto: dpa)

Besonders problematisch sei aber der Sturm gewesen. "Es gab schon ähnlich schwere Stürme, aber schlimmer war noch keiner", sagte der Meteorologe Tom Kines. Der eisige Wind war teilweise mit 100 Kilometern in der Stunde durch die Straßenschluchten gefegt. "So viel Schnee und dann noch der Sturm dazu, das ist verheerend."

In den Bundesstaaten Delaware, Maryland, Massachusetts, North Carolina, Rhode Island und Virginia mussten Reservisten der Nationalgarde bei der Bewältigung des Schneechaos helfen. Am Montag gaben die Meteorologen aber Entwarnung.

"Nicht das Ende der Welt"

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Schwerstarbeit: So manches Auto muss erst von den Schneemassen befreit werden.

(Foto: AP)

Es war die gleiche Wetterfront, die eine Woche zuvor für Schlammlawinen in Kalifornien und dann für die erste Weiße Weihnacht in den Südstaaten seit mehr als 100 Jahren gesorgt hatte. Etwas weiter nördlich sorgte der Sturm für das Verkehrschaos, von dem auch Ostkanada betroffen war. Etwa 6000 Flüge wurden abgesagt, Zehntausende Weihnachtsurlauber kamen nicht nach Hause. Auch in den Bahnhöfen campierten Menschen, deren Züge gestrichen worden waren.

Bürgermeister Michael Bloomberg hatte die New Yorker aufgerufen, zu Hause zu bleiben und den Notruf nur bei wirklichen Notfällen zu wählen. Die Helfer seien mehr als ausgelastet. "Das ist ein Sturm für die Geschichtsbücher." Allerdings sei dennoch alles unter Kontrolle: "Das ist nicht das Ende der Welt. Die Stadt funktioniert, die Broadway-Shows sind voll und da sind eine Menge Touristen, die das alles genießen. Das Leben geht weiter in der Stadt."

Trotzdem mussten 8000 Menschen in New York ohne Strom auskommen, in Massachusetts waren es sogar 60.000. Die Kinder hingegen genießen das seltene Zusammentreffen von Ferien und reichlich Schnee. Doch mit dem Spaß könnte es bald vorbei sein. Für das Ende der Woche sind fast zehn Grad plus angesagt.

Blizzard nun in Kanada

Allerdings wütete der Schneesturm in Kanada weiter. In der Provinz New Brunswick und im Osten von Québec gab es 20 Zentimeter Neuschnee. Der Wind erreichte Geschwindigkeiten von 150 Kilometern pro Stunde. Dutzende Flüge in der Region wurden gestrichen. Der Flugverkehr in den kanadischen Metropolen Toronto, Montreal und Ottawa war bereits durch das Chaos an der US-Ostküste beeinträchtigt worden.

In den kanadischen Regionen New Brunswick, New Scotland und auf der Prince-Edward-Insel waren am Montagabend weiter rund 20.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. Die Pannen waren durch auf Stromleitungen gestürzte Äste verursacht worden und hatten zunächst sogar 40.000 Haushalte betroffen.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP

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