Panorama

Falscher Spaßmacher enttarnt? Northampton Clown will weitermachen

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Der geheimnisvolle Clown ist in der zentralenglischen Kleinstadt Northhampton unterwegs.

(Foto: Spot Northampton's Clown)

Ein gruseliger Clown erschreckt und bespaßt seit etwa einem Monat die Menschen in Northampton. Wer unter der Maske steckt, ist unbekannt - bis Journalisten das Geheimnis angeblich lüften. Doch das wird nun bestritten.

Seinen Fans ist es wohl völlig egal, wer der Clown von Northampton ist. Seit dem 13. September, einem Freitag, taucht er immer wieder an verschiedenen Orten in der englischen Stadt auf. Dass unklar ist, wer sich die Maske mit dem schaurigen Grinsen aufzieht, scheint den von Stephen Kings Roman "Es" inspirierten Gruselspaß für viele Clown-Anhänger erst richtig interessant zu machen.

Doch dann wollen Reporter des britischen Blattes "Sunday People" ihn als den 22-jährigen Studenten Alex Powell enttarnt haben. Viele Fans sind stinksauer. Die Journalisten seien Spaßverderber, kommentieren sie online. "Gute Arbeit, ihr habt einen kleinen, harmlosen Spaß ruiniert", schreibt ein Leser.

Aber ist Powell wirklich der Clown? n-tv.de fragt bei den Machern der Facebook-Seite "Spot Northampton's Clown", die inzwischen mehr als 187.000 Nutzern gefällt, per E-Mail nach und erhält ein Dementi - offenbar vom Clown. "Alex Powell hat mir nur bei einem Experiment geholfen", schreibt er anonym.

Powell soll bedroht worden sein

Die "Sunday People"-Journalisten hatten ihre Enthüllungsaktion so beschrieben: Reporter hätten einen Hinweis erhalten und seien Powell und zwei weiteren Männern zu einer Wohnung gefolgt. Als die drei Männer wieder aus dem Haus herausgekommen seien, habe Powell das Clownskostüm getragen. Konfrontiert mit Bildern der Aktion habe Powell dann später zugegeben: "OK, ich bin der Clown, aber ich habe versucht, es so mysteriös wie möglich zu machen."

Der angebliche Clown stellt dies in seiner E-Mail an n-tv.de jedoch anders dar: "Ich habe eine Nachricht erhalten, die etwas fragwürdig schien, also schrieb ich Alex, ob er statt meiner gehen könne." Schließlich sei schon früher wegen eines Clown-Films Powells spekuliert worden, er sei der Mann unter der Maske. Zufälligerweise sei dann ein Fotograf vor der Tür eines Freundes von Powell gewesen.

"Er liebt es, in der Zeitung zu sein", heißt es in der E-Mail weiter. Allerdings habe die Aufmerksamkeit Powell auch schwere Anfeindungen eingebracht, da einige Menschen die Auftritte des Clowns offenbar nicht als harmlosen Spaß sehen können. "Ich mache mir Sorgen um ihn, weil er mir erzählt hat, dass er anonyme Anrufe und Todesdrohungen erhalten hat."

Die Auftritte sollen weitergehen

Auch schon kurz nach der Veröffentlichung von "Sunday People" wurden Vermutungen, dass das Blatt sich vertan haben könnte, geschürt. So hieß es auf der Facebook-Seite: "Glaubt nicht alles, was ihr lest, Leute." Und: "Sorgt euch nicht, meine Identität ist noch immer geschützt. Wir sehen uns bald! BEEP BEEP!"

Ob das Dementi nur eine Ablenkung oder die wahre Identität des Clowns tatsächlich noch gewahrt ist - mit den Auftritten soll es auf jeden Fall weitergehen. Und auch n-tv.de bestätigt der mutmaßliche Clown nochmals per Mail: "Ich arbeite gerade an einer Sache, also werdet ihr mich alle bald wiedersehen. Beep Beep!"

Quelle: ntv.de

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