Panorama

Gewitter statt Meteoriteneinschlag Ohrenbetäubender Knall weckt Stendal auf

6067011.jpg

Offenbar hat es ein Gewitter (hier über dem Brocken) ordentlich krachen lassen.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Stendal in Sachsen-Anhalt wird in der Nacht durch einen ohrenbetäubenden Knall geweckt. Augenzeugen berichten von einem Lichtblitz. Die lange unklare Ursache lädt zu Spekulationen. Doch auch der eigentlich profane Grund hat es in sich.

Lange rätselt Stendal über die Ursache eines lauten Knalls und eines Blitzes in der Nacht zu Freitag. Dann scheint sich der Fall aufzulösen. Es ist vermutlich ein besonders starker Blitz gewesen. Der "Volksstimme" aus Magdeburg sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes: ""Für 22.39 Uhr hat unser Blitzortungssystem einen Einschlag direkt über Stendal registriert." Dieser sei zehnmal stärker gewesen als der Blitz wenige Minuten zuvor. Der fragliche Blitz habe eine Stromstärke von 186,5 Kiloampere gehabt.

Ein lauter Knall hatte in der Nacht zum Freitag viele Menschen in dem Ort in Sachsen-Anhalt aus dem Schlaf gerissen. Wer noch wach war, sah außerdem einen hellen Lichtblitz am Himmel. Schnell wurde über einen Meteoriten spekuliert. Selbst Experten vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach hatten dies zunächst nicht ausgeschlossen.

Ein MDR-Redakteur erzählte davon, wie er am späten Abend auf dem Sofa saß und es plötzlich taghell geworden sei. Sekunden später sei dann der ohrenbetäubende Knall gefolgt. Gleiches hätten Hörer berichtet. Laut dem Sender gab es den bekanntesten Meteoritenabsturz in Sachsen-Anhalt vor fast 30 Jahren, am 14. November 1985. Für Verwirrung hatte zudem der heftige Donnerschlag gesorgt.

Quelle: ntv.de, vpe/jwu

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen