Panorama

Mehrere Menschen ins Krankenhaus eingeliefert Pestalarm versetzt Kirgistan in Sorge

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Ratten und Flöhe gelten als die Hauptüberträger von Pestkrankheiten.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Nach dem Beulenpest-Tod eines 15-jährigen Jungen in Kirgistan wächst die Sorge vor einer Ausbreitung der hochansteckenden Krankheit. Rund 160 Menschen, die mit dem Jugendlichen Kontakt hatten, seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das Gesundheitsministerium des zentralasiatischen Staats mit. Die Patienten würden mit Antibiotika behandelt, ihr Zustand sei "zufriedenstellend". Vier weitere Patienten mit den typischen Symptomen der Beulenpest hatten demnach keinen Kontakt zu dem Jungen.

Der 15-jährige Viehhirte aus dem kleinen Bergdorf Itschke-Dscherges unweit der Grenze zu Kasachstan und China war kürzlich in einem örtlichen Krankenhaus gestorben. Laut Gesundheitsministerium wurde er vermutlich durch einen Flohbiss infiziert. Flöhe werden von dem Pestbakterium befallen, wenn sie infizierte Nagetiere wie etwa Ratten beißen. Wenn die Flöhe danach auf einen Menschen überspringen, können sie den Erreger auf ihren neuen Wirt übertragen.

Nach Angaben der AOK komme es bei der mitunter Bubonenpest genannten Beulenpest zu schmerzhaften Lymphknotenschwellungen von bis zu 10 Zentimetern Dicke sowie unter anderem zu Gliederschmerzen, Schüttelfrost oder Fieber. Im Falle einer nicht rechtzeitig erfolgten Behandlung befalle die Krankheit schnell den gesamten Körper und führe unbehandelt in 50 bis 60 Prozent der Fälle zum Tod.

Quelle: ntv.de, cri/AFP