Panorama

Apothekenbesuch bald teurer? Pharmazeuten fordern Geld für Beratungen

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Das Apothekenwesen steht offenbar vor einer Reform.

(Foto: picture alliance / dpa)

Auf der Suche nach zusätzlichen Einnahmequellen wartet die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) mit überraschenden Reformplänen auf: Apotheker in Deutschland wollen sich künftig viel stärker um die Patienten kümmern, statt vorrangig Medikamente abzugeben. "Die Zukunft liegt für Apotheker vor allem in einer verstärkten Beraterfunktion und im Medikationsmanagement", sagte der stellvertretende ABDA-Vorsitzende Mathias Arnold der "Welt". Dazu sei auch eine andere Vergütung nötig.

Auch ABDA-Präsident Friedemann Schmidt rechtfertigte diesen Plan gegenüber der "Pharmazeutischen Zeitung": "Wir haben uns eine Position erarbeitet, in der wir Angebote viel selbstverständlicher als früher mit einer Honorarforderung verknüpfen können."

Bislang richte sich die Honorierung nach der Zahl der rezeptpflichtigen Packungen. "Wir sollten in Zukunft auch Leistungen honorieren, die nicht direkt an die Packung geknüpft sind", so Arnold. Auch Ernährung und Lebensumstände der Patienten sollten in der Apotheke zur Sprache kommen.

Quelle: ntv.de, dpa

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