Panorama

Kollision über MV Pilot stirbt bei "Eurofighter"-Unglück

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Nach der Kollision stürzten die "Eurofighter" in der Nähe der Kleinstadt Malchow ab.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwei Kampfflugzeuge stoßen bei Luftkampfübungen in Mecklenburg-Vorpommern zusammen. Beide Piloten lösen den Schleudersitz aus. Doch nur einer von beiden überlebt das Unglück.

Bei der Kollision zweier "Eurofighter" in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Pilot gestorben. Das bestätigte die Polizeiinspektion Neubrandenburg n-tv.de. Weitere Details wollte eine Sprecherin nicht nennen. Später bestätigte die Luftwaffe den Tod des Mannes. Der Pilot des anderen Fliegers konnte unterdessen lebend in einer Baumkrone hängend gefunden werden. Er wurde in die Uniklinik Rostock gebracht. Es war das schwerste Unglück der Bundeswehr in Deutschland seit Jahren.

Gegen 14 Uhr waren die Maschinen der Luftwaffe in der Nähe des Fleesensees in der Mecklenburgischen Seenplatte in der Luft kollidiert und abgestürzt. Nach Angaben eines Luftwaffensprechers berichtete der Pilot eines dritten Kampfjets, dass die Piloten der Unglücksmaschinen mit ihren Fallschirmen zu Boden gingen, nachdem sie ihre Schleudersitze betätigt hatten. Die "Eurofighter", die zum Zeitpunkt des Zusammenpralls an einer Luftkampfübung teilnahmen, seien nicht bewaffnet gewesen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen flog in das Unglücksgebiet. Sie will dort auch den Inspekteur der Luftwaffe, Ingo Gerhartz, und Landesinnenminister Lorenz Caffier treffen. Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte: "Schreckliche Nachricht vom Flugunfall in Mecklenburg-Vorpommern. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden des Verunglückten." Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zeigte sich tief bestürzt.

In der Region läuft ein Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften. Autofahrer werden gebeten, den Unglücksort weiträumig zu umfahren. Die nach dem Absturz ausgebrochenen Brände sind inzwischen gelöscht. Dies teilten eine Sprecherin des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte und die Bürgermeisterin der Gemeinde Nossentiner Hütte, Birgit Kurth, gut zwei Stunden nach dem Unglück mit.

"Eurofighter" waren in Laage stationiert

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Häuser wurden bei dem Absturz der "Eurofighter" offenbar nicht beschädigt. Kurth berichtete von einzelnen Trümmerteilen auf dem Sportplatz und dem Friedhof von Nossentiner Hütte. Menschen oder Häuser wurden nach ihren Worten aber nicht getroffen. Wie die Sprecherin der Polizeiinspektion Neubrandenburg, Diana Mehlberg, im Gespräch mit n-tv sagte, sind nach jetzigem Stand keine Personen durch herabfliegende Teile verletzt worden.

Die abgestürzten Flugzeuge gehörten zum Luftwaffengeschwader 73 "Steinhoff", das in Laage bei Rostock stationiert ist. Seine Hauptaufgabe ist die Ausbildung der deutschen "Eurofighter"-Piloten. Bei Bedarf ist das Geschwader gemeinsam mit zwei anderen Jagdverbänden auch für die Sicherung des deutschen Luftraums zuständig.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa