Panorama
Samstag, 16. Juli 2016

Absperrung ignoriert: Pokémon-Go-Jäger geraten in Schießübung

Wer den Blick stier aufs Handy richtet, übersieht auch schon mal, dass er in eine Schießübung der Bundeswehr hineinstolpert. In der Lüneburger Heide ist das drei Pokémon-Go-Spielern passiert.

Augen auf, wo scharf geschossen wird.
Augen auf, wo scharf geschossen wird.(Foto: picture alliance / dpa)

Auf der Jagd nach virtuellen Monstern sind drei Spieler der neuen Smartphone-App "Pokémon Go" einem Bericht zufolge in der Lüneburger Heide in eine echte Schießübung gestolpert.

Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet, sammelte ein Wachdienst die drei Spieler auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr im niedersächsischen Bergen auf. Dort wurde den Angaben zufolge gerade mit scharfer Munition zu Übungszwecken geschossen.

Die Pokémon-Monsterjäger hätten sich weder von einer geschlossenen Schranke noch der roten Flagge, die auf Schießübungen hinweist, vom Betreten des militärischen Sperrgebiets abbringen lassen, heißt es weiter. Dem Bericht zufolge müssen sie nun mit einer Anzeige wegen unbefugten Betretens einer militärischen Anlage rechnen.

Die kostenlose Spiele-App Pokémon Go animiert die Nutzer, mit ihrem Smartphone durch die Gegend zu laufen und in der "echten Welt" versteckte Pokémon-Figuren einzufangen. Dabei werden die GPS-Funktion und das Kartenmaterial des Smartphones genutzt. Wer in dem Spiel eine Pokémon-Figur erwischen will, muss de facto dauerhaft auf sein Handy blicken, weswegen bereits vor den Gefahren durch das Spiel vor allem im Straßenverkehr gewarnt wird.

Quelle: n-tv.de