Panorama
Ein Panzerzug der Wehrmacht.
Ein Panzerzug der Wehrmacht.(Foto: Bundesarchiv)
Mittwoch, 26. August 2015

Bürgermeister bestätigt "Fund": Polen beansprucht Nazi-Zug

Steht in einem polnischen Stollen ein alter Nazi-Zug voller Gold und Juwelen? Dies haben zwei Finder vergangene Woche behauptet - nun bestätigt Polen einen "Fund".

Polnische Behörden haben die Existenz eines ominösen "Nazi-Zugs" in Niederschlesien offiziell bestätigt. Allerdings sagte Zygmunt Nowaczyk, Vize-Bürgermeister von Walbrzych (Waldenburg) in Niederschlesien, dass der Ort geheim bleibe. Er vermied es zudem, von einem Zug zu sprechen, und benutzte stattdessen das Wort "Fund". Nowaczyk stellte klar, dass der "Fund" unabhängig von seinem Wert dem polnischen Staat gehöre.

Ein Deutscher und ein Pole hatten vor einer Woche mitgeteilt, sie hätten Hinweise auf einen 120 bis 150 Meter langen gepanzerten Zug. Laut ihrem Anwalt Jaroslaw Chmielewski ist das, was die beiden Männer vorgelegt hätten, "sehr glaubwürdig". Er fügte aber hinzu: "Meine Klienten sind dennoch skeptisch, was die Frage anbelangt, ob es sich tatsächlich um den berühmten Zug" der Nazis voller Gold handle. Dies könne aber "nicht völlig ausgeschlossen" werden. Chmielewski sagte, die "staatlichen Instanzen" müssten entscheiden, was aus dem Fund werde.

Der Deutsche und der Pole wollen nun Vertreter der Stadt Walbrzych treffen, wie der Sprecher der Stadt sagte. "Wir haben einen Brief von einem Anwaltbüro bekommen, das die beiden Männer vertritt, die erklären, den Ort ausgemacht zu haben, wo ein Zugteil ruht, wahrscheinlich gepanzert."

In der Nähe von Walbrzych gibt es eine ganze Reihe unterirdischer Stollen, die die Nazis unter dem Codenamen "Riese" hatten bauen lassen. Geschützt vor Luftangriffen der Alliierten sollte dort ein neues Bunkersystem für die Führungsspitze des "Dritten Reichs" entstehen. Ein Teil der Stollen ist heute für Touristen offen. Das Tunnelsystem zieht aber auch viele Schatzsucher an. Die Berichte über den Fund heizten in Polen die Gerüchte um einen Nazi-Zug voller Gold und Schmuck an, der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in der Region verschwunden sein soll.

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Quelle: n-tv.de