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Stress wegen "Stress ohne Grund" Polizei durchsucht Bushidos Label

Bushido hatte Besuch von der Berliner Staatsanwaltschaft. Foto: Britta Pedersen

Bushido hatte Besuch von der Staatsanwaltschaft.

(Foto: dpa)

In "Stress ohne Grund" beleidigen die Rapper Shindy und Bushido mehrere Prominente aufs Übelste. Auch Gewaltandrohungen sind zu hören. Die Staatsanwaltschaft ermittelt - und schickt die Polizei zum Plattenlabel des umstrittenen Musikers.

Im Ermittlungsverfahren gegen den Rapper Bushido haben Staatsanwaltschaft und Polizei das Berliner Büro seines Musiklabels durchsucht. Ziel der Razzia sei es gewesen, Beweismittel unter anderem zur Entstehungsgeschichte des auf dem Index stehenden Bushido-Songs "Stress ohne Grund" sowie zu den Vertriebswegen und bereits erzielten Einnahmen zu finden, teilte die Berliner Staatsanwaltschaft mit.

Zudem sollten Exemplare der CD "NWA" beschlagnahmt werden. Bushido hatte am Morgen getwittert: "Ich grüsse die zahlreichen Beamten, die ganz tapfer mein Büro durchsuchen, um eine "gefährliche" CD zu beschlagnahmen;) #StressOhneGrund."

Die Polizei schickte nach dem Ende der Durchsuchung zwei Mannschaftswagen vor das Gebäude des Labels in Berlin-Treptow. Reporter vor Ort hätten sich durch Männer aus dem Umfeld des Rappers bedroht gefühlt, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten hätten daraufhin Präsenz zeigen wollen.

Das Album "NWA" des Interpreten Shindy mit dem Bushido-Song war vor zwei Wochen vorläufig als jugendgefährdend eingestuft und auf den Index gesetzt worden. Beiden Rappern wird Volksverhetzung, Gewaltverherrlichung und Beleidigung vorgeworfen. Das Stück "Stress ohne Grund" enthält Tötungs- und Gewaltfantasien sowie schwulenfeindliche Parolen.

Auch Politiker werden im Song mit heftigen Worten beleidigt. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit  und der FDP-Bundestagsabgeordnete Serkan Tören haben Strafanzeigen erstattet.

Quelle: n-tv.de, dpa

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