Panorama

Blockade in Paris Polizei nimmt Dutzende Taxifahrer fest

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64 Taxifahrer sind in Paris festgenommen worden.

(Foto: REUTERS)

Bis zu 230.000 Euro müssen Pariser Taxifahrer für eine der begehrten Lizenzen zahlen. Doch nun wächst ihnen neue Konkurrenz aus unabhängigen Limousinen. Sie gehen auf die Barrikaden - und müssen dafür vorübergehend ins Gefängnis.

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Mitten in Paris blockierten die Taxifahrer die Straßen.

(Foto: dpa)

Viele Taxifahrer in Paris haben die Nase voll. Zehntausende Euro müssen sie für ihre Lizenzen hinblättern und die Politik wirft ihnen Stöcke zwischen die Räder. So sehen sie es zumindest. Streiks und eine Straßenblockade waren die Folge, jetzt sind 64 Fahrer vorübergehend festgenommen worden.

Sie hatten den berühmten Place de la Concorde blockiert und Sanktionen gegen die Konkurrenz etwa von Limousinen mit Chauffeuren gefordert. Die Polizei ließ die Demonstranten am Dienstagabend wieder frei.

Viele der rund 20.000 Taxifahrer in der französischen Hauptstadt fordern Sanktionen gegen die zunehmende Konkurrenz von Motorradtaxis und Autos mit Chauffeur, aber ohne Taxilizenz. Mit Streiks und Blockaden etwa an den großen Flughäfen Charles-de Gaulle und Orly machen die Taxifahrer Druck. In der vergangenen Woche hatte der Staatsrat eine Regelung kassiert, wonach Autos mit Chauffeur mindestens 15 Minuten vor der Abfahrt bestellt werden mussten.

Taxi-Gewerkschaften fordern für die Konkurrenz einen zeitlichen Vorlauf für Bestellungen von wenigstens 30 Minuten und einen Mindestfahrpreis von 60 Euro. Die Taxifahrer sehen sich im Nachteil, weil ihre Lizenzen in Paris für bis zu 230.000 Euro gehandelt werden.

Die Registrierung für einen Limousinen-Service kostet rund 100 Euro. Nun soll ein von der Regierung eingesetzter Schlichter innerhalb von zwei Monaten eine Lösung für den Konflikt vorschlagen.

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa