Panorama

Anhaltende Krawalle in St. Louis Polizei schießt erneut auf Teenager

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Erneut ging die Polizei in St. Louis gewaltsam gegen Demonstranten vor.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Auch am fünften Tag nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen unbewaffneten schwarzen Teenager kommt die Kleinstadt Ferguson im US-Bundesstaat Missouri nicht zur Ruhe. Bei einer Demonstration fallen erneut Schüsse auf einen Jugendlichen.

Nach tödlichen Polizeischüssen auf den jungen unbewaffneten Schwarzen Michael Brown ist in der US-Kleinstadt Ferguson Medienberichten zufolge erneut ein Teenager von Polizeikugeln getroffen worden. Der 19-Jährige richtete demnach eine Waffe auf die Einsatzkräfte, als diese Demonstranten mit Tränengas und Rauchbomben auseinandertrieben. Daraufhin hätten die Polizisten das Feuer auf den jungen Mann eröffnet und ihn schwer verletzt, berichtete die Zeitung "St. Louis Post-Dispatch".

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Laut dem Sender CNN rückten Polizisten auch am fünften Tag in Folge in schwerer Schutzmontur gegen eine Gruppe von rund 30 Demonstranten vor, die sich nahe einer ausgebrannten Tankstelle versammelt hatten. Sie hielten bei den Protesten die Arme über den Kopf und skandierten "Hände hoch! Nicht schießen!", berichtete ebenfalls der Sender "Fox News". Sie spielten damit auf den Tod von Brown an. Sie riefen auch: "Keine Gerechtigkeit, kein Frieden!"

Zwei Reporter der "Washington Post" und "Huffington Post" schrieben auf Twitter, mehrere Demonstranten seien von Gummigeschossen der Sicherheitskräfte verletzt worden. Beide Journalisten wurden demnach festgenommen, als die Beamten ein Schnellrestaurant stürmten und die Besucher zum Verlassen des Lokals aufriefen. Einer der Reporter erklärte, er sei dabei auch tätlich angegriffen worden.

Name des Todesschützen bleibt geheim

Hintergrund der Ausschreitungen ist ein blutiger Zwischenfall, der sich in der Kleinstadt im US-Bundesstaat Missouri ereignet hatte: Dort wurde der 18-jährige Michael Brown unter ungeklärten Umständen von einem Polizisten erschossen. Nach Polizeiangaben handelte der Beamte aus Notwehr, da ihn der Jugendliche attackiert und nach seiner Waffe gegriffen hatte. Ein Zeuge berichtete hingegen, der Polizist habe ihn und Brown angesprochen und sich ihnen dann mit vorgehaltener Waffe genähert. Brown habe sich mit erhobenen Händen umgedreht und sei dann mit mehreren Schüssen niedergestreckt worden.

Die überwiegend schwarzen Bewohner der Kleinstadt mit 20.000 Einwohnern fordern eine umfassende Aufklärung des Vorfalls, was US-Justizminister Eric Holder bereits versprochen hat. Die örtlichen Behörden und auch US-Präsident Barack Obama mahnten zur Ruhe. Neben der Polizei im Bezirk St. Louis ermittelt in dem Fall auch die US-Bundespolizei FBI. Doch da die Polizei den Namen des verantwortlichen Beamten zu dessen Schutz geheim hält, wird ihr vorgeworfen, den umstrittenen Fall verschleiern zu wollen. Demonstranten fordern die Bekanntgabe des Namens. Um die Lage in Ferguson zu beruhigen, sollen die Schulen vorerst geschlossen bleiben.

Quelle: ntv.de, cri/AFP/dpa

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