Panorama

Ermittlungen im Fall Paul Polizei sichtet gewaltige Datenmengen

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In der Wohnung des Mannes wurden große Datenmengen sichergestellt.

(Foto: dpa)

Noch sind im Fall des Schweizer Jungen, den ein Einsatzkommando aus einer Düsseldorfer Wohnung befreite, viele Fragen offen. Die Ermittler arbeiten sich derzeit durch die Daten, die sie bei Pauls mutmaßlichem Entführer sicherstellten.

Nach dem mutmaßlichen sexuellen Missbrauch eines Schweizer Jungen in Düsseldorf muss die Polizei mehrere Terabyte Daten auswerten. Die Datenmasse war bei der Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen, eines 35-jährigen Kochs, sichergestellt worden. "Das sind viele Wochen Arbeit. Wir machen jetzt unseren Job", sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei prüft vor allem, ob es noch mehr Opfer gibt.

In der Wohnung des Mannes, aus der eine Spezialeinheit den vermissten Jungen in der Nacht zum Sonntag befreit hatte, war auch Kinderpornografie entdeckt worden. Der Verdächtige ist wegen kleinerer Betrugsdelikte vorbestraft, nicht aber wegen Sexualstraftaten. Gegenüber den Ermittlern hat er bislang zu den Vorwürfen geschwiegen.

Auf die Spur des Mannes waren die Ermittler gekommen, nachdem sie die Online-Protokolle des vermissten Jungen ausgewertet hatten. Daraufhin kam ein internationales Team von IT-Forensikern zum Einsatz, das schließlich die Datenspur bis nach Düsseldorf verfolgte.  

Der 35-Jährige soll über das Internet-Computerspiel Minecraft unter einem Pseudonym Kontakt zu dem Jungen aufgenommen haben. Der Junge war bis zu acht Tage in seiner Gewalt, war ihm aber möglicherweise zunächst freiwillig gefolgt. Der Mann sitzt seit seiner Festnahme wegen des Verdachts auf schweren sexuellen Kindesmissbrauch und Freiheitsberaubung in Untersuchungshaft.

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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