Panorama

Caravaggio-Gemälde sichergestellt Polizei verhindert Kunsthehlerei

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"Die Festnahme Christi", auch bekannt als "Der Judaskuss".

(Foto: dpa)

In einer länderübergreifenden Aktion verhindern BKA und GSG 9 in Berlin den Verkauf eines Caravaggio-Gemäldes, das in der Ukraine gestohlen worden war. Vier mutmaßliche Kunsträuber werden dabei verhaftet. "Die Festnahme Christi" soll mehrere Millionen Euro wert sein.

Eigentlich sollte das 2008 in der Ukraine gestohlene Caravaggio-Gemälde "Die Festnahme Christi" in Berlin den Besitzer wechseln, doch aus dem Deal wurde nichts: Beamte von Bundeskriminalamt und der Spezialeinheit GSG 9 stellten nicht nur das millionenschwere Werk des italienischen Meisters (1571-1610) sicher, sondern nahmen auch vier Mitglieder einer internationalen Diebesbande fest. Der Raub aus dem "Museum für westeuropäische und orientalische Kunst" in der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer hatte in der Ukraine seinerzeit für großes Aufsehen gesorgt.

Die Tatverdächtigen gingen den Ermittlern im Rahmen einer länderübergreifenden Operation unter der Federführung der Frankfurter Staatsanwaltschaft ins Netz, wie das BKA mitteilte. In der Ukraine seien 20 weitere mutmaßliche Mitglieder der Bande, die auf den Diebstahl von Kunstwerken aus Museen spezialisiert sei, festgenommen worden. Das Werk "Die Festnahme Christi", auch bekannt als "Der Judaskuss", hat laut BKA nach ukrainischen Behördenangaben einen Wert im zweistelligen Millionenbereich.

Unbekannte waren am 30. Juli 2008 nachts in das Museum eingedrungen und hatten die Leinwand aus dem Rahmen herausgeschnitten. Bundeskriminalamt und die ukrainische Polizei konnten nun ermitteln, dass ein Verkauf am Freitag in Berlin über die Bühne gehen sollte. Die Verdächtigen, drei Ukrainer und ein Russe, hätten sich dazu mit einem Kaufinteressenten getroffen. Am Übergabeort erfolgte schließlich der Zugriff. Ein Sachverständiger habe inzwischen bestätigen können, dass es sich um das gestohlene Werk handelt, das Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio, zugeschrieben wird.

Quelle: ntv.de, dpa