Panorama

Mehr als 100 Festnahmen Polizei zerschlägt Betrügerbande

Bekommen Betrüger Zugang zum Paypal-Account, können sie über die verbundenen Bank- oder Kreditkartenkonten Zahlungen tätigen. Foto: Andrea Warnecke

Weltweit wurden Kleinanleger um ihre Ersparnisse betrogen.

(Foto: dpa-tmn)

Vor allem ältere Menschen fallen immer wieder auf die betrügerische Masche von Anlagebetrügern herein. Hinter den Machenschaften stehen häufig riesige Netzwerke. Nun sind die Ermittler einer Bande auf die Schliche gekommen. Sie agierte international.

Die spanische Polizei hat zusammen mit Ermittlern in anderen Ländern eine internationale Bande zerschlagen, die Kleinanleger in Großbritannien und den USA um ihre Ersparnisse betrogen hatte. 108 Verdächtige wurden festgenommen. Wie die spanischen Ermittler mitteilten, wurden allein in Spanien 78 mutmaßliche Mitglieder der Bande, darunter 75 Briten und 3 Amerikaner, dingfest gemacht. In Großbritannien, Serbien und den USA habe es 30 weitere Festnahmen gegeben.

Die Organisation hatte nach Angaben des spanischen Innenministeriums ein Netz von kleineren Zellen mit Niederlassungen in Barcelona und Malaga sowie auf Mallorca gebildet. Mitglieder hätten sich als Manager von Investmentfonds ausgegeben und um Geldanlagen geworben, hieß es. Wenn das Ziel erreicht worden sei, habe die Bande ihre Scheinfirmen aufgelöst.

Allein im Jahr 2012 seien mehr als 5000 Menschen - überwiegend im Alter zwischen 60 und 70 Jahren - betrogen worden. Welche Geldsummen die Bande kassierte, wurde nicht mitgeteilt. An den Ermittlungen waren neben der spanischen Polizei auch Fahnder in Großbritannien, Serbien, Rumänien und den USA beteiligt.

Quelle: ntv.de, fst/dpa