Panorama

In Kisten und Umzugskartons Postbote hortet eine Tonne Briefe

63465889.jpg

Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses eingeleitet.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Postzusteller aus Mainz soll Tausende Briefe in einem Köllner Keller gelagert haben. Nach einem Wasserrohrbruch findet die Eigentümerin 100 Postkisten mit den Schreiben. Der Großteil sei an Empfänger in Mainz adressiert. Die Polizei rätselt über das Motiv.

Ein früherer Postbote aus dem Raum Mainz soll in einem Kölner Keller Briefe mit einem Gewicht von rund einer Tonne gehortet haben. Die in gelben Postkisten und Umzugskartons verpackten Briefsendungen wurden bereits in der vergangenen Woche nach einem Wasserrohrbruch entdeckt, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Demnach hatte die Eigentümerin des Gebäudes in Köln-Ehrenfeld die Kisten in einem Kellerraum gefunden, der eigentlich hätte leer sein müssen - die dazugehörige Wohnung ist derzeit nicht vermietet.

Die Hauseigentümerin informierte daraufhin die Polizei. Als tatverdächtig gilt ein 27-Jähriger, der vor Monaten im Mainzer Raum als Postbote gearbeitet hatte und zuletzt nach Köln umgezogen war. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses eingeleitet.

Die überwiegend an Empfänger im Raum Mainz adressierten Briefe wurden dem Polizeisprecher zufolge unterdessen der Post übergeben. Das Unternehmen prüft nun, ob die Sendungen verspätet zugestellt werden können. Das Motiv des 27-Jährigen blieb unklar.

Quelle: n-tv.de, jki/AFP

Mehr zum Thema