Panorama

Interesse an der "steinernen Macht" Prora-Block für 2,75 Mio verkauft

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Vor 75 Jahren wurde der Grundstein für das KdF-Seebad Prora gelegt - fertiggestellt wurde es nie.

(Foto: dpa)

Auf der Insel Rügen wird eine einstige Nazi-Immobilie zum Spekulationsobjekt. Pläne gab es schon etliche für den Mega-Komplex direkt am Strand. Doch umgesetzt wurde bisher wenig. Jetzt kommt wieder ein 450 Meter langes Mauerstück unter den Hammer.

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Der Komplex ist heute ein gigantisches Baudenkmal deutscher Geschichte.

(Foto: dpa)

Ein leerstehender Teil der gigantischen ehemaligen Nazi-Immobilie in Prora auf Rügen ist in Berlin für 2,75 Millionen Euro versteigert worden. Käufer sei ein Berliner Investor, der Erfahrungen im Bereich der Grundstücksentwicklung habe, sagte ein Sprecher des Auktionshauses Karhausen. Das Mindestgebot für das 450 Meter lange, marode Gebäude, in dem sich zu DDR-Zeiten das NVA-Ferienheim "Walter Ulbricht" befand, hatte bei 798.000 Euro gelegen. Dieser Betrag lag bereits knapp über dem Dreifachen des Verkaufspreises, den der Bund bei der Privatisierung im Jahr 2006 erzielt hatte.

Der zwischen 1936 und 1939 errichtete "Koloss von Prora" sollte ursprünglich eine große Ferienanlage der Nationalsozialisten werden. Der insgesamt 4,5 Kilometer lange Komplex ging als "Seebad der 20.000" nie in Betrieb. Nach Ende des Krieges wurde das Areal militärisch genutzt.

Im Jahr 2004 hatte der Bund mit dem Verkauf der fünf, noch weitgehend intakten Blöcke begonnen. Insgesamt flossen aus dem Verkauf der Immobilie 3,45 Millionen Euro an den Bund. Getan hat sich seither nicht viel: Im Juli vergangenen Jahres war in einem Abschnitt eine Jugendherberge eröffnet worden.

Quelle: ntv.de, dpa