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Spiel's noch einmal, Wladimir! Putin beeindruckt Chinesen am Klavier

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Wladimir Putin am Flügel: Er spielte die Melodien zweier russischer Klassiker.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

Der russische Präsident Wladimir Putin ist dafür bekannt, sich des Öfteren in ungewohnter Rolle zu präsentieren. Beim "Seidenstraßen"-Gipfel in Peking zeigt er sich nun von der musikalischen Seite - als Hobby-Virtuose am Klavier.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich am Rande des "Seidenstraßen"-Forums in Peking Zeit für eine musikalische Einlage genommen: Wie die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete, setzte sich Putin im Pekinger Staatsgästehaus Diaoyutai an einen Flügel und spielte die Melodien von zwei russischen Klassikern, während er auf Chinas Staatschef Xi Jinping wartete. Ein Video der Einlage, die vielfach in Chinas sozialen Netzwerken geteilt wurde, löste dort überwiegend positive Reaktionen aus.

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"Putin ist vielleicht nicht groß, aber dafür sehr charmant", schrieb ein Nutzer auf dem twitterähnlichen Dienst Weibo. "Er kann einfach alles managen", hieß es in einem anderen Kommentar. Putin gilt unter Chinesen als einer der beliebtesten ausländischen Staatschefs und wird dafür geschätzt, dass er sich als "starker Mann" dem Westen entgegenstellt.

Für Aufsehen im chinesischen Internet sorgte Putin bereits vor drei Jahren bei einem anderen Gipfel in Peking. Damals hatte er Chinas First Lady Peng Liyuan bei Temperaturen um den Gefrierpunkt eine Decke über die Schultern gelegt. Erst vor wenigen Tagen präsentierte sich der 64-Jährige auch von seiner sportlichen Seite und ging als Hockeyspieler aufs Eis. Bei dem Freundschaftsspiel mit vielen Stars in Sotschi erzielte er sieben Tore. Fast schon legendär ist zudem sein Auftritt als Angler in Sibirien.

Xi will Handelsrouten wiederbeleben

Die "Neuen Seidenstraßen" sind ein gigantisches von China finanziertes Netz aus neuen Häfen, Eisenbahnlinien, Straßen und Industrieparks, die das Land mit Afrika, Asien und Europa verbinden sollen. Bei der Eröffnung des zweitägigen Gipfeltreffens in Peking hatte Xi am Sonntag weitere 124 Milliarden Dollar - umgerechnet 113 Milliarden Euro - für die Initiative angekündigt. Sie zielt darauf ab, alte Handelsrouten wiederzubeleben.

Zugleich gilt das 2013 von Xi angestoßene Projekt als pragmatische Lösung für das Problem der massiven Überkapazitäten in der chinesischen Industrie. Und es untermauert Pekings wachsende Ambitionen im Bereich Handel und Geopolitik.

Quelle: n-tv.de, jug/dpa/AFP

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