Panorama

Russland bekommt neue Attraktion Putin gründet Blondinen-Museum

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In Russland gibt es jetzt ein Blondinen-Museum.

(Foto: REUTERS)

Schön, wenn neben der großen Politik noch Zeit für das Wichtige bleibt. Wladimir Putins Partei eröffnet ein Museum für Blondinen. Auch ein Denkmal wird es geben. Eine überfällige Ehrung, die im Winterspielort Sotschi einen angemessenen Rahmen bekommt.

Das wurde aber auch langsam Zeit! Schon längst hätte man den blonden Frauen der Welt ein Denkmal setzen müssen. Wer sonst begeistert uns schließlich mit einer golden schimmernder Haarpracht, die sich sowohl bewundern als auch für klischeehafte Gags verwenden lässt?

Das dachte sich jetzt auch Wladimir Putin, seines Zeichens unterforderter Ministerpräsident Russlands, anerkanntes Alpha-Männchen und selbst Träger einer - konstant weniger werdenden - blonden Haarpracht.

Und so ehrt nun seine Partei, die Gesamtrussische Volksfront, Blondinen mit einem eigenen Museum und einem eigenen Denkmal. Als Pilgerstätte für Blondschöpfe wurde Sotschi gewählt. An der Veranstaltung nähmen Hunderte blonde Frauen aus allen Regionen des Landes teil, sagte Organisatorin Jelena Romanowa.

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Auch ohne viel Haar ein ganzer Mann: Ministerpräsident Putin beim Angeln.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Für Putin ist es sicherlich ein Schlüsselprojekt seiner aktuellen Amtszeit. Extra dafür hat er die Olympischen Winterspiele 2014 nach in den kleinen Ort am Schwarzen Meer geholt - quasi als angemessenes Rahmenprogramm für das Blondinen-Museum. Pünktlich zur Olympiade soll auch ein "Restaurant für Blondinen" gebaut werden.

Mit schnöder Polit-Propaganda und Mitgliederwerbung hat das Ganze sicherlich nichts zu tun. Vielmehr dürfte sich Putin, selbst leidenschaftlicher Vorkämpfer für ein eher traditionelles Männlichkeitsideal, für das hingebungsvollen Blond-sein der Blondinen begeistert haben. Wie weit das geht, hat die "Internationale Vereinigung der Blondinen" in folgendem Eid zum Ausdruck gebracht:

"Ich schwöre, nie zu vergessen

vikingerhafte Männer zu lieben

alles Pinkfarbene zu lieben

mein Haar blond,

meinen Rock kurz,

meine Beine lang

und meine Augen blau zu halten

meinen Geist nicht zu strapazieren

damit mein Haar nicht schwarz werde."

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

 

 

Quelle: ntv.de, mit dpa