Panorama

Nach Erdbebeneinsatz in Ecuador Rettungshund stirbt an Erschöpfung

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Mit mehreren Fotos erinnerten die Feuerwehrleute an den Hund und seinen heldenhaften Einsatz.

(Foto: Facebook/Cuerpo de bomberos Ibarra Ibarra)

Nach dem schweren Erdbeben kommen zahlreiche Retter in die Unglücksregion - menschliche und tierische. Auch eine Hundestaffel aus der Stadt Ibarra. Allein sieben Überlebende ortet Spürhund Dayko. Für seine Heldentaten zahlt er einen hohen Preis.

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Ein Spürhund der Feuerwehr ist als Held der Bergungsarbeiten nach dem verheerenden Erdbeben in Ecuador geehrt worden. Der vierjährige Golden Retriever namens Dayko half vier Tage lang bei der Rettung von Überlebenden und der Bergung von Leichen in Pedernales. Sieben Überlebende soll er geortet haben, bevor er erschöpft verendete, berichtete die Zeitung "El Universo".

Nach dem Abzug seiner Feuerwehreinheit in ihre Standortstadt Ibarra, im kühlen ecuadorianischen Hochland, starb der Hund. Die Feuerwehr teilte in einem Facebook-Post mit, die Tordesursache sei vermutlich Dehydrierung nach dem pausenlosen Einsatz an der warmen Küste. Der Hund war noch tierärztlich versorgt worden, starb dann aber doch. Dayko war ein ausgebildeter Rettungshund und Teil eines Teams von 16 Männern und drei Hunden.

Das Beben der Stärke 7,8 hatte am Samstagabend vor allem einen rund 100 Kilometer breiten Küstenstreifen westlich der Hauptstadt Quito getroffen. Die Stadt Pedernales mit 55.000 Einwohnern am Pazifischen Ozean wurde größtenteils zerstört. Insgesamt wurden bislang 602 Tote geborgen, unter ihnen auch eine deutsche Austauschschülerin aus Augsburg. Knapp 12.500 Menschen wurden verletzt. Mehr als 26.000 Obdachlose kamen in Notunterkünfte. Die Rettungsteams haben 113 Menschen aus den Trümmern gerettet, weitere 130 Menschen werden noch vermisst.

Ecuadors Staatschef Rafael Correa sagte am Freitag bei einem Besuch der betroffenen Küstenprovinz Esmeraldas, das Land brauche "enorme Kraft" für den Wiederaufbau. Dieser werde Jahre dauern und Milliarden von Dollar kosten.

Quelle: ntv.de, sba/dpa