Panorama
Sonntag, 17. August 2014

Schiffsunglück in Indonesien: Rettungskräfte suchen Europäer

Dramatische Suche im Osten Indonesiens: Ein Touristenboot mit 25 Menschen an Bord versinkt im Meer. Am Morgen danach suchen die Behörden noch nach 15 Vermissten. Unter den Geretteten befinden sich angeblich auch zwei Deutsche.

Bali liegt westlich von Sumbawa, direkt hinter Lombok: Das Boot zählt in den Gewässern der indonesischen Inselwelt zu den Hauptverkehrsmitteln.
Bali liegt westlich von Sumbawa, direkt hinter Lombok: Das Boot zählt in den Gewässern der indonesischen Inselwelt zu den Hauptverkehrsmitteln.

Nach einem Schiffsunglück in Indonesien haben die örtlichen Behörden 15 Menschen offiziell als vermisst gemeldet, darunter auch Touristen aus einer Reihe europäischer Länder. Zehn weitere Menschen konnten nach Berichten lokaler Medien gerettet werden, als das Boot im Osten Indonesiens sank. Unter den zehn geretteten Menschen sollen sich auch zwei Deutsche befinden.

Auf dem Schiff seien insgesamt 20 Reisende sowie fünf indonesische Crewmitglieder gewesen, zitierte das Nachrichtenportal "Tempo.co" den Einsatzleiter Abdul Wahab. "Wir gehen davon aus, dass das Schiff ein Leck hatte", sagte er.

Neben den beiden Deutschen sollen angeblich auch drei Menschen aus Neuseeland, zwei Spanier, zwei Niederländer und ein Reisender aus Frankreich zu den Geretteten zählen. Zu den Nationalitäten der noch Vermissten lagen zunächst keine näheren Informationen vor. Als Herkunftsland der Passagiere neben Deutschland, Spanien, den Niederlanden, Neuseeland, Frankreich auch Großbritannien genannt. Den bisherigen Angaben zufolge zählt die gesamte einheimische Bootsbesatzung zu den Vermissten.

Von Bali bis nach nach Komodo?

Das Touristenboot befand sich demnach vor der Küste der indonesischen Insel Sumbawa in der Provinz West-Nusa Tenggara auf der Fahrt von der rund 120 Kilometer westlich gelegenen Urlaubsinsel Bali zur Insel Komodo, als es am Abend in den Gewässern der nordöstlich vor Sumbawa vorgelagerten Vulkaninsel Sangeang unterging.

Am Tag nach dem Unglück dauert die Such- und Rettungsaktion noch an. Die örtlichen Behörden haben Verstärkung angefordert. Fischer unterstützen die Mannschaften des lokalen SAR-Rettungsteams bei der Suche.

Ein Teil der geretteten Touristen konnte im nächstgelegenen Gesundheitszentrum in der Region Wera mit offenbar leichteren Verletzungen behandelt werden. Fünf Gäste aus dem Ausland mussten die Helfer jedoch ins Bezirkskrankenhaus in Bima einliefern lassen. Aus dem Osten der Provinz Nusa Tenggara erreichten weitere SAR-Spezialisten die Unfallstelle.

Im Reich der Riesenechsen

International bekannt ist die Region für eine besondere Art von Riesenechsen, die bis zu drei Meter lang und mehr als 70 Kilogramm schwer werden können. Die sogenannten Komodo-Warane leben in einem Schutzgebiet, der sich über die kleinen Sundainseln Komodo, Rinca und Padar erstreckt.

Der Komodo National Park liegt im Grenzgebiet zwischen den beiden indonesischen Provinzen West-Nusa Tenggara und Ost-Nusa Tenggara und ist von der Unglücksstelle gut 70 Kilometer entfernt. Der Nationalpark ist als Unesco-Weltnaturerbe anerkannt. Die umliegenden Gewässer ziehen aufgrund ihrer Artenvielfalt Sporttaucher aus aller Welt an.

Quelle: n-tv.de

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