Panorama

Staatsanwalt in Polen ermittelt Rettungsschwimmer kann nicht schwimmen

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Gefährliche Seilschaften wurden einem neunjährigen Mädchen beinahe zum Verhängnis.

(Foto: picture alliance / dpa)

In einem Aquapark im zentralpolnischen Kutno sollen Rettungsschwimmer und Bademeister gearbeitet haben, die zum Teil Nichtschwimmer waren. Die Staatsanwaltschaft in Lodz hat Medienberichten zufolge Ermittlungen gegen den Leiter des Rettungsverbands aufgenommen. Der Mann soll gegen Schmiergeld gefälschte Bescheinigungen besorgt haben, die den angeblichen Rettungsschwimmern einen Job verschafften.

In einem Fall musste eine Mitarbeiterin erst noch nach Feierabend schwimmen lernen, hieß es weiter. In dem Aquapark war im vergangenen Jahr ein neunjähriges Mädchen aus Deutschland fast ertrunken. Das Kind lag im Koma, nachdem es im Schwimmbecken untergegangen war. Die Ermittlungen nach dem Unfall waren im Frühjahr eingestellt worden. Es wird aber nicht ausgeschlossen, dass angesichts der Vorwürfe gegen den Rettungsdienst neue Ermittlungen aufgenommen werden, berichtete der Fernsehsender TVN 24.

Zum Zeitpunkt des Unfalls hatten nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft drei Rettungsschwimmer Dienst, die mit falschen Dokumenten eingestellt worden waren.

Quelle: ntv.de, apo/dpa

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