Panorama

Schifffahrt beeinträchtigt Rhein führt wenig Wasser

Das extreme Tauwetter in den Bergen führt im Tiefland zu einem Wasserengpass: Der Rhein führt zu wenig Wasser. Derzeit sei es etwa nur die Hälfte der durchschnittlichen Wassermenge, heißt es. Eine schnelle Änderung der Lage ist nicht in Sicht.

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Wenigtens dem Hunf gefällts, der Schiffsboje bei Speyer fehlt dagegen das Wasser.

(Foto: dpa)

Frachtschiffe fahren mit weniger Ladung, Ausflugsschiffe können nicht mehr alle Anleger ansteuern: Das Niedrigwasser im Rhein beeinträchtigt den Verkehr auf Europas größter Wasserstraße. Derzeit fließe nur maximal die Hälfte der durchschnittlichen Wassermenge den Rhein hinab, sagte ein Sprecher der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz.

Für den Pegel Kaub, der für die Schifffahrt als Nadelöhr gelte, habe er einen Wert von 48 Prozent errechnet. Dort beträgt der Wasserstand nach BfG-Angaben noch 94 Zentimeter, normal sind hier knapp 2,30 Meter. Nur bis 80 Zentimeter ist hier die Fahrrinnentiefe von 1,90 Meter garantiert.

Und der Experte der Bundesanstalt befürchtet, dass sich die Lage vorerst nicht verbessert. Den Grund für das Niedrigwasser sehen Experten in dem extremen Tauwetter, das auch in den hohen Mittelgebirgslagen und den Alpen, dem Quellgebiet des Rheins, den Schnee zu schnell abtaute. "Außer in den höchsten Lagen sind die Schneerücklagen bereits aufgebraucht und können nicht zur Stützung der Wasserstände beitragen", heißt es im Bericht der BfG. In Verbindung mit der seit Wochen "ungewöhnlich trockenen und warmen Witterung" sank der Wasserstand.

Quelle: n-tv.de, dpa

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