Panorama

Sperrung bei Köln beendet Rhein wieder frei

Der Rhein ist fünf Tage nach der Havarie eines Frachters bei Köln am Freitag wieder für die Schifffahrt freigegeben worden. Wasserschutzpolizei sowie Wasser- und Schifffahrtsverwaltung lenken nun den gewaltigen Schiffsandrang in geordnete Bahnen, wie die Wasserschutzpolizei mitteilte. Zwar würden immer noch drei Container der havarierten "Excelsior" vermisst, es sei aber davon auszugehen, dass die Behälter zerstört worden seien und keine Gefahr mehr für die Schifffahrt darstellten.

29 Container konnten geborgen worden. Am Sonntag waren 32 Container vom Deck der "Excelsior" in den Fluss gestürzt. Bei der Bergung kamen fünf Spezialschiffe und bei der Ortung der Container vier Peilschiffe zum Einsatz.


Die wichtigste europäische Wasserstraße war über eine Strecke von 20 Kilometern gesperrt worden, um die Container zu bergen. Durch die Sperrung des Rheins stauten sich hunderte Schiffe. Nachdem sich die Schiffe auch im nördlichen Rheinland-Pfalz oder an der Mündung des Mains in den Rhein stauen, wuchs der Druck auf die Behörde, den Rhein bald zu öffnen. Die Binnenschifffahrt rechnet damit, dass den Reedern ein Millionen-Schaden entstanden ist.

Die Sperrung und seine Folgen werden nach Einschätzung eines betroffenen Container-Transportunternehmers aber auch zu einem "enormen Imageschaden" für die gesamte Branche führen. "Wir waren auf einem sehr guten Weg. Binnenschifffahrt galt als umweltfreundlich und verlässlich. Der Vorfall auf dem Rhein wirft uns wieder ganz weit zurück", sagte der Geschäftsführer des in Duisburg ansässigen Logistik-Unternehmens Contargo, Heinrich Kerstgens.

Quelle: ntv.de