Panorama
Donnerstag, 25. Juni 2009

Homo-Aufklärung früh beginnen: Rosa von Praunheim für Toleranz

Der Filmemacher Rosa von Praunheim fordert eine bessere Aufklärung über Homosexualität - im Elternhaus, in Schulen und auch schon in Kindergärten.

Vorurteile gegenüber Menschen, die anders sind, hat es schon immer gegeben, darüber aufzuklären bleibt immer auf der Tagesordnung in allen Bereichen der Gesellschaft", sagte Rosa von Praunheim kurz vor der Christopher Street Day Parade in Berlin.

Praunheim war 1970 mit seinem Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" bekanntgeworden. Ein Jahr zuvor, 1969 - vor genau 40 Jahren - hatte in New York die moderne Homosexuellenbewegung des "Gay Pride" ihren Lauf genommen, als sich schwul-lesbischer Protest gegen Polizei-Razzien formierte.

Gruppendruck bei Jugendlichen

"Toleranz ist und bleibt in erster Linie eine Aufgabe des Elternhauses, die Eltern müssen das vorleben", sagte Praunheim. "Wer aus liberalen Familien kommt, hat mehr Sensibilität für solche Themen. Wenn die Familien da versagen, bleibt das nicht ohne Folgen für die ganze Gesellschaft."

Jugendliche hätten nun mal immer die Tendenz, "dass sie so sein wollen wie die Mehrheit, und wenn ihre Gruppe Schwule eklig findet, wie jüngste Umfragen wieder ergeben, dann gibt es den Gruppendruck". Das verstärke sich noch, wenn die Jugendlichen aus Elternhäusern anderer Kulturen kämen, in denen fundamentalistische Ansichten zur Homosexualität herrschten. "Dagegen haben wir im westlichen Europa noch immer eine relativ liberale Gesellschaft."

Quelle: n-tv.de

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