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Kurienmitglied Müller stärkt Skandal-Bischof den Rücken "Rückkehr von Tebartz-van Elst möglich"

Es ist ruhig geworden um den heftig kritisierten Limburger Bischof Tebartz-van Elst. Noch immer ist er beurlaubt und wartet auf eine endgültige Entscheidung Roms. Während viele im Bistum auf die Ablösung ihres Hirten hoffen, hat er auch prominente Unterstützer.

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Erzbischof Gerhard Ludwig Müller ist Präfekt der Glaubenskongregation.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Glaubenspräfekt der katholischen Kirche, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hält eine Rückkehr des beurlaubten Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst in sein Amt für möglich. Wenn ihm in Bezug auf seine Pflichten als Bischof nichts vorzuwerfen sei, müsse "die Gerechtigkeit und nicht das Kalkül Vorfahrt" bekommen, sagte Müller dem Magazin "Focus".

Tebartz-van Elst war wegen seines Führungsstils und der hohen Kosten für seinen Bischofssitz seit dem Sommer zunehmend in die Kritik geraten. Papst Franziskus hatte ihn im Oktober beurlaubt, bis die Ergebnisse einer Prüfkommission vorliegen.

Domkapitel hat kein Mitspracherecht

Müller sprach dem Limburger Domkapitel ein Mitspracherecht über die Zukunft des umstrittenen Bischofs ab. Jeder Bischof sei "vom Heiligen Geist eingesetzt", sage er weiter. Kein Gremium könne sich anmaßen und sagen: "Der hängt von unserem Vertrauen ab, oder wir wollen ihn nicht mehr haben". Der Bischof sei "kein Angestellter des Domkapitels oder eines anderen Gremiums menschlichen Rechts". Das Domkapitel hatte sich skeptisch zur Rückkehr des Bischofs geäußert und von einer schwer zu behebenden Vertrauenskrise gesprochen.

Einer Zulassung von Wiederverheirateten zur Kommunion erteilte Müller eine Absage. Die Unauflöslichkeit der Ehe sei ein von Gott offenbartes Dogma. Man könne keine Praxis einführen, die die Lehre letztlich für irrelevant erkläre.

Erzbischof Ludwig Müller ist seit Juli 2012 Mitglied der römischen Kurie. Papst Benedikt XVI. ernannte ihn zum Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre. Diese Behörde wacht über die Dogmen der römisch-katholischen Kirche.

Quelle: n-tv.de, fma/dpa

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