Panorama

Verbrechen von Amstetten Rückschlag für Kampusch

Der Inzest-Fall von Amstetten hat die selbst jahrelang in einem Kellerverlies eingesperrte Natascha Kampusch nach eigenen Worten stark mitgenommen. Der Fall sei für sie "persönlich ein Rückschlag, das belastet mich. Und wenn man es jetzt noch wie einen Spiegel vor sich sieht, wird es noch schlimmer", sagte Kampusch in einem RTL- Interview.

Nach eigenen Worten erfuhr sie durch Fernsehberichte von den Geschehnissen in Amstetten: "Und irgendwie ist meine ganze Vergangenheit auf mich eingestürzt, dass ich das Fernsehen abdrehen musste." Kampusch wurde acht Jahre gefangen gehalten. "Ich hätte mir nicht gedacht, dass es das noch einmal geben könnte." Gleichwohl "könnte ich mir durchaus vorstellen, dass jetzt auch woanders welche eingesperrt sind".

Mit Blick auf mögliche persönliche Hilfe für die Opfer sagte Kampusch: "Ich möchte mich aber nicht aufdrängen. Eventuell wird es Gespräche geben." Die 20-Jährige Kampusch äußerte sich skeptisch darüber, ob die Amstetten-Opfer überhaupt den Weg in ein normales Leben zurückfinden werden. "Ich weiß nicht, ob die jemals ein normales Leben führen können. Ich bin mir bei mir selbst auch noch nicht sicher, man wird mich immer aus diesem Blickwinkel sehen", sagte sie.

Quelle: ntv.de

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