Panorama
Montag, 14. Januar 2013

Von Straßenbahn überfahren: Rüdiger Bormann ist tot

Bekannt wird er durch Karl-Theodor zu Guttenberg. Als Präsident der Universität Bayreuth soll Rüdiger Bormann im Jahr 2011 dessen Plagiatsaffäre aufklären. Jetzt stirbt er im Alter von 60 Jahren. Beim Joggen wird Bormann von einer Straßenbahn überfahren.

Rüdiger Bormann war Physiker und seit 2009 Präsident der Uni Bayreuth.
Rüdiger Bormann war Physiker und seit 2009 Präsident der Uni Bayreuth.(Foto: picture alliance / dpa)

Der durch die Plagiatsaffäre des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg bekannt gewordene Bayreuther Universitätspräsident Rüdiger Bormann ist tot. Bormann wurde beim Joggen in Köln von einer Straßenbahn erfasst und starb noch am Unfallort, wie eine Sprecherin der Universität bestätigte.

Die Universität würdigte das Vorgehen des 60-Jährigen bei der Aufarbeitung der Plagiatsvorwürfe gegen Guttenberg, dem die Uni im Jahr 2011 wegen Täuschung den Jura-Doktortitel entzogen hatte. Bormann habe in der Affäre durch sachorientiertes und auf Transparenz bedachtes Management überzeugt, erklärte die Universität in einer auf ihrer Internetseite veröffentlichten Mitteilung.

Nach Angaben der Kölner Polizei joggte Bormann zusammen mit einer Begleiterin entlang der Rheinpromenade in Richtung Innenstadt. Nach den ersten Ermittlungen überquerte Bormann bei Rotlicht einen Schienenübergang. Die in dem Moment heranfahrende Straßenbahn habe nicht mehr rechtzeitig bremsen können, Bormann erfasst und tödlich verletzt. Bormanns Begleiterin, der Bahnfahrer und zwei Fahrgäste mussten mit einem Schock in ein Krankenhaus gebracht werden.

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Quelle: n-tv.de