Panorama

Zwei Deichabschnitte beschädigt Ruhe an der Hochwasserfront

Die Wasserpegel der Oder sind stabil, an einigen Stellen fallen sie sogar. Der Scheitel der Flut verlagerte sich ins nördliche Brandenburg. Der höchste Stand wurde zuletzt bei Kienitz im Oderbruch gemessen. Aus den Nordkreisen werden zwei Deichschäden gemeldet.

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Ruhepause in Frankfurt (Oder).

(Foto: dpa)

Die Wasserpegel der Oder sind stabil, an einigen Stellen fallen sie sogar. Der Scheitel der Flut verlagerte sich ins nördliche Brandenburg. Der höchste Stand wurde zuletzt bei Kienitz im Oderbruch gemessen.

Sorgen machten die Wassermassen der Warthe. Wie der Hydrologe Matthias Hummel vom Hochwassermeldezentrum in Frankfurt (Oder) sagte, wird der Scheitel der Warthe in den nächsten Tagen auf das Oder-Hochwasser treffen. Doch Hummel gab zunächst Entwarnung. Trifft der Scheitel der Warthe auf die Oder, dürfte deren Hochwasser schon ein wenig gefallen sein, sagte er.

Der Oder-Höchststand lag im Laufe des Sonntags bei Kienitz, nördlich der Warthemündung im polnischen Kostrzyn. Sollte auf polnischer Seite ein Deich brechen, wirkte sich das bis herunter nach Frankfurt (Oder) und Slubice aus.

Zur Lage an der Oder im südlichen Teil sagte Hummel: "Es gibt keine Probleme." Im Kreis Oder-Spree und in Frankfurt (Oder) gilt nach wie vor die höchste Hochwasseralarmstufe 4. Es besteht die Gefahr, dass Deiche überflutet werden.

Zwei weitere Deichschäden

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Sonntag im Hochwasser.

(Foto: dpa)

In anderen Anrainerlandkreisen gilt die Stufe 3 - seit dem frühen Morgen auch in der Uckermark. Dort hat das Hochwasser zwei Deichabschnitte beschädigt. Betroffen waren Abschnitte bei Criewen in der Uckermark und Neuranft im Oderbruch, wie das Landesumweltamt mitteilte. Ein mehrere Meter langer Riss im Deich bei Criewen liege in einem Abschnitt, der derzeit saniert werde. Am Deich bei Neuranft sei ein Stück Böschung abgerutscht. Beide Schäden würden repariert. Ein Schaden bei Ratzdorf hatte zuvor rasch ausgebessert werden können.

Zwischen Ratzdorf (Oder-Spree) und dem Pegel Kietz sinken nach Angaben des Hochwassermeldezentrums die Stände. Dies betrifft auch die Grenzstadt Frankfurt (Oder), wo am Sonntag gegen 10.00 Uhr 5,83 Meter gemessen wurden. Zwischen den Pegeln Kienitz und Schwedt (Uckermark) steigen die Wasserstände: In Kienitz lag der Pegel bei 5,90, in Hohensaaten-Finow bei 6,76 Meter, in Stützkow sind es 9,73 und in Schwedt 8,13 Meter. Bislang sind entlang der Oder keine größeren Überflutungen oder Schäden zu beklagen.

Lage an der Warthe gespannt

In Polen bleibt die Hochwasserlage an der Warthe, einem rechten Nebenfluss der Oder, weiter angespannt. Der Scheitelpunkt der Warthe habe die größte Stadt der Region, Posen, erreicht, teilte ein Sprecher des Krisenstabes mit. Der Pegel erreichte am Mittag 6,57 Meter und stieg weiter um einen Zentimeter pro Stunde. Erwartet werde ein Höchststand von 6,60 Metern. Hunderte Feuerwehrleute, Soldaten und freiwillige Helfer befestigten die Dämme und beseitigten alle Unterspülungen der Deiche.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP

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